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Backhefe im Garten. Wie werden Dünger und Spritzmittel aus Hefe hergestellt?

Kategorie: Düngung,Gemüsegarten,Krankheiten und Schädlinge,Ökogarten – Autor: admin-rafaloku – 5. Juli 2018

Hausmittel aus Backhefe wurden für Pflanzenpflege schon von unseren Großmüttern genutzt. Sie sind ein preiswertes und leicht erhältliches Mittel für jeden, der nach umweltfreundlichen Lösungen im Garten sucht. Sie bewähren sich perfekt als eine Alternative für chemische Pflanzenschutzmittel und dazu sind sie einfach vorzubereiten. Sehen Sie, wie Dünger und Spritzmittel aus Hefe hergestellt werden, die Ihren Pflanzen einen üppigen Wuchs sichern und sie vor Krankheiten schützen!

Backhefe im Garten

Backhefe – Anwendung im Garten

Die Backhefe kann als Dünger verwendet werden, der Entwicklung des Wurzelsystems stimuliert und den Wuchs von Pflanzen vorantreibt; dadurch wachsen sie sehr üppig. Die Hefe ist an mehreren, für Pflanzen wertvollen Substanzen reich, wie u.a. Kohlenhydrate, Vitaminen aus der B-Gruppe, organisches Eisen, Aminosäuren und Spurenelemente. Außerdem besiedeln sie die Wurzeln der Pflanzen und erreichen mit ihnen Symbiose; gleichzeitig schützen sie sie vor Angriffen schädlicher Mikroorganismen aus dem Boden.

Die Backhefe kann auch als Spritzmittel verwendet werden. Nach dem Begießen einer Pflanze besiedelt sie ihre Blätter und verdrängt die für die Pflanze schädlichen Mikroorganismen, die Krankheiten verursachen. Dadurch bildet die Hefe eine natürliche Sperre, die die Pflanze vor Infektionen der Pilzkrankheiten schützt.

Wie werden Dünger aus Hefe hergestellt?

Um Dünger vorzubereiten, sind Backhefe, Zucker und Wasser notwendig. Wasser für Dünger muss nicht sauber sein. Sie kann vom Gemüse-, Kartoffelkochen oder Obstwaschen kommen; Regenwasser kann auch verwendet werden. Das wiederverwertete Wasser ist sogar besser als sauberes Leitungswasser, weil es mehrere, für Pflanzen wertvolle Stoffe und kein schädliches Chlor enthält.

Gegorener Hefedünger

Die erste Methode für Herstellung vom Dünger aus Backhefe: 100g (1 Stück) zerkleinerte Hefe in einen Eimer tun, 1 Glas Zucker nachschütten und für 1-2 Stunden stehen lassen. Danach die im Zucker gelöste Hefe mit 10 l warmes Wasser begießen. Alles genau mischen und für eine Woche gären lassen. Nach einer Woche ist die Mischung nach Verdünnung (1 Glas Lösung pro 10 l Wasser) ist für das Begießen von Pflanzen fertig.

Nicht gegorener Hefedünger

Eine viel einfachere Methode für Herstellung vom Dünger aus Backhefe: ein zerkleinertes Hefestück in einen Eimer tun und mit 10 l warmes Wasser begießen. Dann das Ganze genau mischen und für 1 Stunde stehen lassen. Nach dieser Zeit ist die Lösung gebrauchsfertig.

Der Hefedünger ist am besten im Frühling und spät im Sommer zu verwenden. Er kann auch für das Begießen von Topfpflanzen genutzt werden. Die nicht gegorene Hefelösung kann auch genutzt werden, um Kompostierung voranzutreiben. Der Hefedünger hat einen sehr guten Einfluss auf den Wuchs der keimenden Sämlinge, deswegen ist es günstig, damit Setzlinge zu begießen. Damit verwurzeln sich auch Erdbeerensetzlinge besser.

Wie werden Spritzmittel aus Hefe hergestellt?

Um eine Spritzlösung aus Backhefe herzustellen, 100 g Backhefe in 0,5 Liter Milch 3,2% lösen und dann die Lösung mit 10 l Wasser verdünnen. Ggf. in die Lösung ca. 1 Löffel flüssige Schmierseife tun, damit die Flüssigkeit besser an Blättern klebt. Mit so hergestelltem Mittel Pflanzen bespritzen und am besten von oben begießen. Mit der Flüssigkeit sowohl die obere als auch die untere Seite der Blätter bedecken. Die Maßnahme regelmäßig einmal pro Woche in der ganzen Vegetationszeit durchführen, insbesondere im kühlen Sommer oder nach ein paar Tagen Regen.

Spritzmittel aus Hefe werden am häufigsten zum Schutz von Tomaten, Gurken und Erdbeeren vor Kraut- und Knollenfäule, Kartoffelmehltau oder Grauschimmel genutzt. Es lohnt sich jedoch, sie für alle Pflanzen im Garten zu verwenden.


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