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Schnecken im Garten – was hilft gegen Schnecken?

Kategorie: Krankheiten und Schädlinge – Autor: Sylwia – 2. Juni 2016

Schnecken spielen eine wichtige und nützliche Rolle in der Natur, und einige von ihnen sind unter Naturschutz. Sie können jedoch auch schwere Schäden auf dem Grundstück und in Gärten erteilen, indem sie verschiedene Pflanzenteile anfressen, vor allem jungen Blätter, Triebe, Wurzeln und Blütenstände. Daher lohnt es sich die wirksamsten Mittel um Schnecken im Garten zu bekämpfen kennen zu lernen.

Schnecken im Garten - was hilft gegen Schnecken

Unauffällig aussehende Schnecken können die Schadenquelle im Garten sein

Schnecken sind Schädlinge aller Gemüse-, Beeren- (Erdbeeren, Walderdbeeren), Zierpflanzen- und Kräuterarten. Der größte Schäden entstehen im Frühling, während der Keimung und des Wachstums. Das Ergebnis des Fressens der Schnecken sind bandförmige Löcher in den Blättern, Stängeln und Knollen. Auf den Blättern und dem Erdboden hinterlassen Schnecken schleimige, silbrige und fadenförmige Spuren. Die Anwesenheit solcher Spuren bedeutet allgemein, dass es notwendig ist die Schnecken zu bekämpfen oder mindestens ihre Anzahl zu begrenzen.

Der Grad der Schädlichkeit von Schnecken hängt hauptsächlich von Feuchtigkeit, Umgebungstemperatur, Art und Menge der Nahrung und Lebensbedingungen ab. Zur Entwicklung benötigen sie eine hohe Feuchtigkeit, darum kommen sie in den Abendstunden oder bei Regen aus ihren Verstecken zum Fressen heraus. Sie weisen eine hohe Aktivität bei einer Temperatur von 10 bis 20 °C auf. Sie tolerieren keine hohen (über 30 °C) und niedrigen (unter 3 °C) Temperaturen. Wenn kein Schnee zu Abdeckung vorhanden ist, können kalte Temperaturen die Anzahl der Schnecken  reduzieren.

Schnecken können in Arten mit Muscheln und nackte unterteilt werden, bei denen die Muscheln verkümmert in Mantelrücken vorkommen. Schnecken mit Muscheln sind als Schädlinge von Nutzpflanzen in unserem Klima nicht signifikant, obwohl einige von ihnen, wie zum Beispiel die Weinbergschnecke Schäden anrichten kann. Im Gegensatz dazu können die nackten Schnecken eine echte Plage für Inhaber von Grundstücken sein. Diese Arten haben keine Muscheln, in der sie sich in ungünstigen klimatischen Bedingungen schützen können und daher suchen sie ausreichenden Schutz vor der Sonne – im Erdboden, im Rasen, unter Brettern oder Steinen. Sie wählen Plätze aus, die im Schatten, feucht und mit Sträuchern überwuchert sind. Oft sind es Feldraine, Straßengräben, bewachsen Böschungen an Fliessgewässern, Kanalisationbrunnen, Keller oder Zersetzungsplätze von organischen Stoffen. Das Fehlen der Muscheln ermöglicht ihnen eine effiziente Bewegung in der Umwelt.

Vorbeugen gegen Schnecken

Der erste Schritt in der Bekämpfung von Schnecken im Garten sollte Vorbeugen sein. Im Falle von Schnecken beinhaltet die Vorbeugung das Trocknen von Bereichen in der Nähe von Anbaustellen und das Mähen von Gräben und Dickichten, die die Heimat für Schnecken im Garten sind. Geschnittene Pflanzen sollten sofort gesammelt werden. Es sollte nicht dazu kommen, dass diese verfaulen, da in den zersetzenden Resten die Schnecken hervorragende Bedingungen fürs Leben finden. In der Umgebung des Anbaus sollten Objekte entfernt werden,  in denen sich die Schnecken verstecken können, wie Bretter, Stein- und Schutthaufen, wie auch Unkraut. Im Falle von einer Schneckenplage sollte man sich überlegen, ob ein Komposthaufen wirklich notwendig ist, da es solche Plätze sind, in denen sich die Schnecken gerne aufhalten und ihre Eier legen. Es ist auch wichtig eine richtige Erdbodenstruktur zu halten. Ein häufige Harken, Auflockern und Jäten durchlüftet den Erdboden, was Schnecken im Garten nicht mögen. Wenn Schnecken den Anbau sehr stark zersetzen, lohnt es sich ein Hindernis aus Asche, Sägemehl, Gerstenspelze oder Branntkalk zu verschütten. Diese Methode ist leider nur wirksam bis es regnen wird. Wir können auch Pflanzen gegen Schneken anbauen, wie Kapuzinerkresse oder Wolfsmilch.

Bekämpfung von Schnecken mit natürlichen Methoden

Besitzer von kleinen Gärten können Schnecken mit den Händen fangen. Am Besten am Abend oder am frühen Morgen durchführen, wenn sich die Schnecken außerhalb ihrer Verstecke befinden. Leider ist diese Methode der Schneckenbekämpfung zu arbeitsintensiv für Inhaber von großen Gärten und Grundstücken. Zur Hilfe kommen Fallen in Form von Brettern oder Dachziegel, die man an abgelegenen und feuchten Plätze ablegt. Man legt unter ihnen Kohlblätter, Salat, Kartoffelreste, Karotten oder Kleie. Das Sammeln von angelockten Schnecken aus den vorbereiteten Fallen ist wesentlich weniger aufwendig.

Den Zugang zu Rabatten kann man den Schnecken auch durch Gel gegen Schnecken verhindert werden. Es ist ein relativ neues Präparat, basierend auf natürlichen Zutaten, völlig sicher für Pflanzen und Menschen. Und vor allem – sehr effizient!

Chemische Bekämpfung von Schnecken

Die chemische Bekämpfung von Schnecken im Garten sollte das letzte Mittel sein. Im Amateuranbau sollten wir diese vermieden und bei Hausmittel gegen Schnecken bleiben. Wenn jedoch die Angriffe von Schnecken im Garten sehr stark sind und man mit der Bekämpfung dieser Schädlinge nicht klar kommt, können solche Präparate, verwendet werden, in denen der Wirkstoff Metaldehyd vorhanden ist. Mittel, die Metaldehyd enthalten, verschüttet man zwischen den Pflanzen. Man sollte dabei aufpassen, dass diese nicht direkt auf die Pflanzen kommen. Die besten Ergebnisse werden bei der Verwendung der Präparate am späten Nachmittag oder Abend erhalten, bevor  Schnecken im Garten zum Fressen herauskommen. Pflanzenschutzmittel sind nicht gleichgültig gegenüber der Umwelt, insbesondere der Erdbodenfauna. Darum sollte man daran denken, besondere Vorsicht zu bewahren und die Anweisungen auf der Verpackung zu befolgen.


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