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Braune Blätter am Rhododendron – was ist die Ursache und was kann man dagegen tun?

Kategorie: Krankheiten und Schädlinge,Ziergarten – Autor: Sylwia – 21. Juni 2016

Braune Blätter am Rhododendron ist ein sehr häufiges Symptom. Es kann durch Fehlern in der Pflege dieser Pflanzen kommen, jedoch kann sie auch von gefährlichen Rhododendron Krankheiten angegriffen sein. Dann muss man sehr schnell eingreifen, wenn man die Pflanze retten möchten. Sehen Sie woher Braune Blätter am Rhododendron kommen und wie man diese behandelt. Hier sind die fünf wichtigsten Ursachen für Braune Blätter am Rhododendron!

Braune Blätter am Rhododendron

Braune Blätter am Rhododendron

  1. Braune Blätter am Rhododendron wegen unsachgemäßer Düngung

Rhododendren brauchen viele Nährstoffe. Ihr Mangel manifestiert sich schnell in Form von Braunen Blättern am Rhododendron. Die Auswirkungen des Mangels von einzelnen Elemente werden fälschlicherweise oft als Krankheitssymptome oder Durchfrierungen interpretiert, darum lohnt es sich zu wissen, wie man diese identifiziert.

Wenn auf den Rändern Blattspreiten braune Flecken auftreten und eine Vergilbung zwischen dem Nervengewebe vorkommt, ist es ein Anzeichen für Mangel an Kalium (K).
Bräunlich-rote Flecken an den Blatträndern des Rhododendron können die Ursache des Mangels an Bor (B) sein.

Braune Blätter am Rhododendron können auch ein Mangel an Phosphor (P) bedeuten. Um der Pflanze die fehlenden Elemente zu gewährleisten, lohnt es sich eine sauren Erdboden (pH 4,5 bis 6,0), der für die Rhododendren erforderlich ist, sicherzustellen und eine Düngermischung speziell für Rhododendren und Azaleen zu verwenden. Wenn der pH-Wert des Bodens zu hoch steigt, sollte man  ein versauerndes Düngemittel benutzen. Es hilft auch, den Erdboden unter den Rhododendren mit sauerer Pinienrinde zu mulchen.

  1. Blattfleckenkrankheit des Rhododendron

Rhododendren leiden häufig unter Blattfleckenkrankheit. Diese Krankheit wird von verschiedenen Pilzenarten verursacht und entwickelt sich langsam. Zunächst erscheinen braune Flecken auf den Blatträndern des Rhododendrons, dann breiten sie sich auf die gesamte Blattoberfläche aus. Die Flecken können in einen großen Fleck zusammenfließen oder über die ganze Blattoberfläche verstreut sein.

Diese Blattkrankheit des Rhododendrons ist einfach mit dem Präparat Topsin M zu bekämpfen. Bei der Vorbereitung des Sprühmittel  verdünnt man 1 ml Topsin in 1 l Wasser. Die Sprühungen müssen nach 14 Tagen wiederholt werden. Abwechselt mit Topsin oder vorbeugendnach der Heilung, lohnt es sich den Rhododendron mit dem natürlichen Stärkungspräparat, wie z.B. Pflanzen-Elixier zu besprühen. Um eine Wiederholung der Infektion zu vermeiden sollte der Rhododendren in den günstigsten Boden- und Lichtbedingungen angebaut werden. Man sollte sich ebenfalls um eine richtige Düngung kümmern. Pilze, die die Blattflecken hervorrufen, greifen in erster Linie geschwächte Pflanzen an.

  1. Braune Blätter am Rhododendron verursacht durch Phytophthora-Fäule

Die Symptome der Phytophthora-Fäule erscheinen auf den Triebspitzen des Rhododendrons wie auch auf anderen Mitgliedern der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Diese Krankheit entwickelt sich wenn eine übermäßige Feuchtigkeit im Boden vorkommt. Zunächst werden die Blattstängel von der Basis an braun. Danach breitet sich die braune Verfärbung auf das gesamte Blatt aus. Manchmal erscheinen die braunen Flecken an verschiedenen Stellen auf den Rhododendren-Blättern und vergrößern sich schrittweise. Die braunen Flecken sind auch auf den Zweigen sichtbar. Die Symptome breiten sich allmählich nach unten aus, bis schließlich die ganze Pflanze abstirbt.

Ein charakteristisches Anzeichen der Phytophthora-Fäule  ist das Abfallen von braunen Blättern, sogar beim sanft Bewegen des Zweiges. Auf den abgefallenen Blättern und bei hoher Feuchtigkeit entwickeln sich innerhalb  von wenigen Tagen sichtbare Pilzsporensäcke. Nimmt man die Pflanze aus dem Boden heraus, kann man erkennen, dass das Wurzelsystem stark reduziert ist und der Trieb an der Basis verrottet ist.

Durch die Krankheit infizierte Pflanzen müssen zusammen mit dem Erdbodenklumpen ausgegraben und verbrannt werden. Der Platz, aus dem die Pflanzen ausgegraben wurde, wird entseucht, indem man in den Erdboden eine Wasserlösung von Kaliumseife (4 Liter Flüssigkeit für 1 m²) gießt. Der entseuchte Boden wird mit einer Folie für ein paar Tage abgedeckt. Nach der Pflanzung von neuen Sträucher bewässert man sie vorbeugend mit Polyversum WP (100 ml Flüssigkeit für 1 Strauch – diese Behandlung  muss 3-mal alle 21 Tage durchgeführt werden). Nach 2 bis 3 Wochen werden die neu gepflantzen Pflanzen, wie auch die Pflanzen, die in der Infektionsumgebung wachsen, mit einem Stärkungspräparat  (5 bis 10 ml gelöst in 1 L  Wasser) besprüht.

  1. Braune Blätter am Rhododendron wegen Wassermangel

Die richtige Entwicklung von Rhododendren hängt von der richtigen Bewässerung ab. Den größten Wasserbedarf haben die Sträucher während der Wachstums- und Blütephase. Während der Sommerhitze ist manchmal eine zusätzliche Bewässerung notwendig. Ein Signal für die Bewässerung der Sträucher sind die länglich verdrehten Blätter. Auf diese Weise wehren sich Pflanzen vor einem übermäßigen Wasserverlust.

Solche verdrehte Blätter treten häufig im Winter auf, wenn die immergrünen Rhododendren ständig Wasser transpirieren und gleichzeitig kein Wasser aus dem gefrorenen Erdboden aufnehmen können. Um dies zu vermeiden, sollten die immergrünen Rhododendren reichlich im Spätherbst bewässert werden und falls erforderlich auch im Winter während des Tauwetters.

  1. Braune Blätter am Rhododendron resultierend durch Durchfrierung

Rhododendren sind Pflanzen, die resistent gegen Frost sind. Jedoch bei Rhododendren und Azaleen, die im Winter keine Blätter verlieren, können die Blätter und die einjährigen Triebe in extrem harten Wintern mit großen Temperaturschwankungen beschädigt werden. Das Symptom der Durchfrierung der Triebe sind braune Blätter am Rhododendron, die an den Blattspitzen anfangen und sich entlang der Ränder ausbreiten. Um die Rhododendren für den Winter zu schützen, vor allem junge und neu gepflanzte Sträucher, deckt man sie mit Stroh oder Vließ ab und häufelt eine dicke Mulchschicht an. Hier erfahren Sie mehr yum Thema: Rhododendron überwintern.

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