Funkie, Hosta - Pflege, Sorten, Vermehren | Gartentipps
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Funkie, Hosta – Pflege, Sorten, Vermehren

Kategorie: Ziergarten – Autor: Sylwia – 9. August 2014

Funkie, umgangssprachlich oft zu mit dem lateinischen Namen Hosta bezeichnet, ist eine mehrjährige Zierpflanze. Sie wird besonders für ihre wunderschönen Blätter geschätzt wird und auch für die Möglichkeit schattige, feuchte Stellen im Garten dank der Hosta attraktiv zu gestalten. Erfahren sie, wie man Funkien pflegen sollte, entdecken sie die schönsten Hosta Sorten für den Garten und für Töpfe auf Balkonen und Terrassen, und sehen sie, wie einfach sie Funkien vermehren können.

Funkien Pflegen

Hosta sieboldiana ist widerstandsfähig und langlebig. Sie eignet sich besonders für Anfänger.

Hostas sind sehr vielfältige Pflanzen – von Riesen, die Mehr als 1 m hohe Horsten bilden können und sich hervorragend als Solitär eignen zu kleinen Zwerg-Funkien, die nicht mehr als 10 cm messen und daher ideal für Kübeln oder Gruppenpflanzung sind. Mit dieser Vielfalt können verschiedene Gärten geschmückt werden.

Hosta pflanzen und pflegen

Hostas wachsen am besten an Stellen, wo sie vom Wind geschützt sind. Der Boden sollte fest, leicht sauer (pH-Wert etwa 6,0) sein. Die meisten Hosta Sorten bevorzugen feuchte und schattige Stellen, an denen ihr Blattwerk und Blumen besonders attraktiv wirken, vor allem auch, da eine Auswahl von anderen Pflanzen die solche Bedingungen mögen begrenzt ist.

Besondere Schattierung erfordern die Hosta Sorten, deren Blätter mit blauem Überzug bedeckt sind, denn aufgrund der blauen Farbe sind sie extrem anfällig für Sonnenbrand sie. Es scheint, dass die blau gefärbten Funkienblätter den Eindruck von Düsternis einer schattigen Ecke vertiefen. Diesen Effekt kann man leicht vermeiden – wir können neben Funkien Blumen mit bunten Blüten pflanzen, wie z.B. Wald-Geißbart, Arends Prachtspiere oder Wanzenkraut. Hostas schaffen für diese Pflanzen einen perfekten Hintergrund.

Wenn wir Funkien richtig pflegen möchten, sollten wir folgende Regeln beachten:

  • Hostas erfordern schattige und feuchte Stellen. Sie sollten reichlich gegossen werden, aber am besten an bewölkten Tagen. Wenn sie Blätter feucht sind können von den Strahlen der Sonne beschädigt werden.
  • Hostas wachsen am besten in fruchtbaren und humosen Erden. Daher bevor wir die Hosta pflanzen ist es ratsam, Kompost oder verroteten Mist in den Boden zu mischen. Zur Verbesserung der Struktur des Bodens können wir auch Gartentorf hinzufügen.
  • Im Frühling und Sommer sollte die Hosta mit Mehrstoffdünger behandelt werden. Die letzte Dünger-Dosis geben wir im Juli.
  • Der Boden unter der Hosta sollte gemulcht werden. Dies verhindert das Wachstum von Unkraut, hilft die erforderliche Bodenfeuchte zu behalten, sowie bietet einen ästhetischen Erscheinungsbild der Funkien-Rabatte. Als Mulch verwendet werden Rinde oder Kies. Besonders attraktiv sehen die Blätter der Hostas auf dem Hintergrund von hellem Splitt aus.

Hosta – Sorten

Die Funkien Sorten unterscheiden sich in Form, Größe und Farbe der Blätter. Dank mehrfarbigen Sorten mit deutlich gefärbten oder bunten Blättern, können sie die schattigen Ecken des Gartens erleuchten.

Wellblatt-Funkie - Funkien Pflegen

Wellblatt-Funkie – Hosta undulata

Das Lichtspiel kann man dank Hostas erreichen, die Blätter mit hellen Rändern haben, z. B. „Shade Fanfare“. Die hellgrünen Blätter haben eine cremefarbenen Rand. Mittelhohe Hostas mit bunten Blättern können auch ausgezeichnete Bodendecker sein. Für die richtige Wirkung pflanzen wir etwa 3 bis 5 Pflanzen pro 1 m². Eine schöne Komposition können wie erstellen, indem wir die Funkien mit Farnen, Gräsern oder Wanzenkräutern pflanzen. Auf der anderen Seite gibt es die Vielfalt der Hosta Sorten mit deutlichen Nerven, die sich perfekt am Ufer des Gartenteiches aussehen werden.

Inhaber von sonnigen Beeten brauchen nicht auf die schönen Funkien zu verzichten. Es gibt eine Vielzahl von Hosta Sorten, die ein bisschen Sonne mögen, wie z. B. Hosta „Gold Standard“, die in der Sonne ihre leuchtend gelben Blätter mit blau-grünen Rändern zeigt. Die Blätter dieser Sorte sehen auf einem schattigen Funkienbeet nicht so dekorativ aus.

Hosta fortunei Funkien Pflegen

Hosta fortunei

Die ornamentalen Blätter der Hosta passen perfekt in Keramik-Krüge, Schalen und andere Behälter. Unter den Hosta Sorten können wir einige auswählen, die in einem Topf angebaut unseren Balkon oder Terrasse schmücken werden. Für einen sonnigen Balkon eignet sich die Sorte „Honey Bell“. Den Inhabern von schattigen Balkonen empfehlen wir die Hosta ‚Frances Williams‘ mit blau-grünen Blättern und gelben Rändern. Wenn wir Funkien pflanzen, sollten wir in den Topf eine Drainageschicht aus Kies oder Keramikschalen legen, damit der Boden nicht zu nass wird. Dank den Blähton Eigenschaften können wir auch dieses Material verwenden. Dann füllen wir den Kübel mit durchlässiger, grober Erde.

Hosta vermehren

Wenn sie in ihrem Garten bereits einige dieser Pflanzen haben, können sie Hostas über Teilung vermehren.  Zu diesem Zweck sollte die Hosta ausgegraben werden und in kleinere Teile zerreißen oder geschnitten werden, sodass jeder Einzelstück mindestens eine Blattknospe hat. Erfahre auch mehr zum Thema Stauden teilen.

Wann kann man Funkien teilen?

Wenn wir Hosta über Teilung vermehren möchten, sollten wir dies rechtzeitig durchführen. Die Teilung Funkien sollte im Spätsommer oder im frühen Frühling erfolgen. Zeitiger Frühling ist besonders gut, denn in dieser Zeit erscheinen die Blattknospe. Dann können wir auch sehen, wie die Funkie geteilt werden kann und wie viele neue Pflanzen wir von einem einzigen Klumpen erhalten können.

Hinweis! Teilt man die Pflanze im Spätsommer (meist wird dies von Ende August bis Anfang September durchgeführt), sollte beachtet werden, dass man den neuen Funkie-Pflänzchen alle Blätter bis eine Höhe von ca. 10 cm schneiden sollte. Dies ermöglicht dem beschädigten Wurzelballen den oberirdischen, grünen Teil leichter zu ernähren.

Hostas vermehren können wir auch durch Aussaat von Samen. In meisten Fällen wiederholen solche Sämlinge nicht die Merkmale der Mutterpflanze. Viele Hosta Sorten bilden keine Samen, die keimen können. Daher ist die Teilung der Funkien eine viel zuverlässigere Methode die Pflanzen zu vermehren.

Allerdings, wenn wir Funkien aus Samen ziehen möchten, sollten wir die Samen im Herbst sammeln, wenn die Samenkapseln austrocknen und zu knacken beginnen. Die Samen werden im Spätherbst oder im zeitigen Frühjahr aufs Saatbeet gesät. Hosta – Samen keimen bei 20-22°C und gleichmäßiger Bodenfeuchte. Die Sämlinge werden in Töpfe umgepflanzt und auf dem Funkienbeet angebaut wenn sie 5 – 6 Blätter haben.

Hosta – Krankheiten und Schädlinge

Der Schrecken der Funkien-liebhaber können Schnecken sein, die die Blätter dieser Pflanzen besonders mögen. Dies ist bestimmt einer der lästigsten Hosta-Schädlinge. Wenn unsere Gartenpflanzen oft von Schnecken angegriffen werden, wählen wir Funkien mit dicken, ledrigen Blättern, die den Schnecken etwas weniger schmecken. Die Pflanzen sollten am Abend nicht bewässert werden, weil wir auf diese Weise günstige Bedingungen für diese Schädlinge erstellen. Eine bessere Zeit, um Hostas zu Wässern ist in dem frühen Morgen. Wenn diese Schädlinge in großer Zahl auftreten, können wir Hausmittel gegen Schnecken verwenden.

Zu den öfter vorkommenden Hosta Krankheiten gehört die Blattfleckenkrankheit, die durch Pilze wie Colletotrichum gloeosporioides und Phyllosticta funkiae verursacht werden. Im Falle der Blattfleckenkrankheit erscheinen auf den Blättern der infizierten Pflanzen rostfarbene Flecken, die später braun werden. Nach längerer Zeit wird das Zentrum der Flecken heller es bilden sich dort Pilzsporen. Die Entwicklung dieser Hosta Krankheit kann verhindert werden, indem wir abgefallene Blätter und  andere Pflanzenresten im Herbst entfernen. Wir sollten auch regelmäßig Unkraut entfernen und es vermeiden die Blätter bei der Bewässerung zu bespritzen. Im Falle einer frühen Entwicklung der Krankheit können wir Knoblauchpräparate verwenden. Wenn die Blattfleckenkrankheit schon stark ist, müssen wir ein Fungizid einsetzen.


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