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Grauschimmel – bekämpfen, Spritzmittel

Kategorie: Balkongarten,Hauspflanzen,Krankheiten und Schädlinge,Ziergarten – Autor: Sylwia – 29. März 2015

Grauschimmel ist eine der am häufigsten vorkommenden Pflanzenpilzkrankheiten. Im Garten breitet sich der Grauschimmel sehr rasch aus. Daher lohnt es sich zu wissen, wie man Grauschimmel bekämpfen kann und was man machen kann, wenn man erste Anzeichen von Grauschimmel auf der Pflanze bemerkt. Lernen Sie die besten natürlichen Möglichkeiten kennen um Grauschimmel bekämpfen und welche Spritzmittel gegen Grauschimmel am effektivsten sind.

Grauschimmel bekämpfen

Grauschimmel an der Frucht des Weinstocks – zunächst erscheinen kleine braune Flecken, die manchmal die ganze Frucht befallen. Es beginnt zu faulen und die Oberfläche ist mit einer
grauen Bestäubungsschicht bedeckt

Grauschimmel – Anzeichen

Grauschimmel entsteht aus dem Pilz Botrytis cinerea, der zur Gattung der Schlauchpilze gehört. Er greift verschiedenen Arten von Pflanzen, sowohl Zierplanzen als auch Gemüse und Obst an. Der bekannteste  Pilz ist wahrscheinlich der Grauschimmel der Erdbeere, eine der oft vorkommenden Erdbeeren Krankheiten. Oft haben jedoch ebenso Hobbygärtner und Kleingärtner Probleme, wie z. B. mit Tomatengrauschimmel. Neben den Erdbeeren und Tomaten greift Grauschimmerl auch folgende an: Himbeeren, Johannisbeeren, Trauben, Paprika, Salat, Bohnen und von den Zierpflanzen:  Alpenveilchen, Nelken, Dahlien und Rosen. Interessanterweise kann Grauschimmel auch Kräuter wie Majoran und Estragon befallen. Hier finden Sie mehr Infos zur richtiger Estragon Pflege.

Besonders häufig greift Grauschimmel Pflanzen in Plastiktunneln und Treibbeeten an, wo hohe Luftfeuchtigkeit und begrenzte Lüftung herrscht. Anzeichen von Grauschimmel ist hauptsächlich eine graue, flaumige und staubige Schicht, sowie braune Flecken auf den Stängeln. Die mit Grauschimmel befallenen Knospen werden braun und sterben ab. Früchte verfaulen. Auch wenn man in der Lage ist, die Krankheit bis zur Obsternte zu vermeiden, kann Grauschimmel das Obst auch bei der Lagerung zu befallen.

Bedingungen, die dem Vorkommen  von  Grauschimmel entgegenkommen ist eine erhöhte Temperatur und erhöhte Luftfeuchtigkeit. Die Quelle für die natürlichen Anzeichen von Grauschimmelsporen sind abgestorbene Pflanzenteile, die von der letzten Saison stammen. Der Pilz kann auch durch Gartengeräte und Elemente der Gewächs- und Treibhäuser übertragen werden.

Grauschimmel – natürliche Bekämpfung

Natürlich Grauschimmel bekämpfen besteht hauptsächlich aus der Anwendung geeigneter Anbaumethoden. Vor allem bei der Pflanzung sollte entsprechend großer Abstand eingehalten werden, damit die Pflanzen nicht in hoher Dichte wachsen. Bei der Bewässerung sollten die oberirdischen Teile der Pflanze nicht begossen werden. Das Wasser muss direkt auf den Boden gerichtet werden. Es lohnt sich den Raum, in dem sie Pflanzen sind, insbesondere Folientunnel oder Treibbeete, zu lüften. Man darf auch die Fruchtfolge nicht vergessen. Anbauänderungen der Pflanzen sind sehr wichtig. Den angebauten Pflanzen sollte auch viel Licht geboten werden.

Grauschimmel – bekämpfen

Grauschimmel auf Blättern der Pfingstrose

Beim Grauschimmel bekämpfen ist eine ausreichende Düngung der Pflanzen sehr wichtig. Richtig gedüngte Pflanzen sind stärker und weniger anfällig für Krankheit. Allerdings muss man beachten, dass ein Mangel an Nährstoffen im Boden, sowie auch ein Überschuss schädlich sein kann. Vor allem sollte ein Überdüngung von Stickstoff vermeiden, da der Überschuss den üppigen Wachstum der grünen Pflanzenteile (Blätter und Stängel) begünstigt. Übermäßige Pflanzendichte und einfache Pilzübertragung verursacht Grauschimmel an anderen Pflanzen.

Man darf nicht vergessen, regelmäßig die Pflanzen nach sichtbaren Anzeichen von Grauschimmel zu überprüfen. Wenn man diese bemerkt, sollten diese betroffenen Pflanzenteile entfernt werden, am besten verbrennen. Es sollte auch beim sammeln der Früchte aufpassen. Man darf die Fruchthaut nicht beschädigen. Durch solche eine Wunde kann der Pilz die Frucht leicht eindringen. Alle Behälter, in denen Früchte gehalten wurden, müssen zunächst gründlich desinfiziert werden, um die verbliebenden Pilzsporen nach der vorherigen Nutzung zu entfernen. Die strikte Einhaltung der Präventivregeln ist der beste natürliche Weg, um Grauschimmel bekämpfen zu können.

Grauschimmel – Spritzmittel

Wenn allerdings Grauschimmel auf unseren Pflanzen vorkommt, kann es mit Polyversum Spritzen behandelt werden. Es ist ein biologisches Mittel. Es enthält einen anderen Pilz – Pythium oligandrum, der sich vom Botrytis cinerea ernährt, die Übeltäter des Grauschimmels. Gleichzeitig ist der enthaltender Pilz in Polyversum WP für Pflanzen und Menschen sicher. Dank Polyversum muss man nicht direkt zu chemischen Fungiziden greifen. Dies ist äußerst wichtig, denn dank Polyversum kann man Anzeichen von Grauschimmel schnell und natürlich beseitigen. Da er ungiftig ist, kann man ihn sogar kurz vor der Obsternte verwenden. Polyversum Spritzmittel gegen Grauschimmel werden seit kurzer Zeit in einer breiten Palette von Pflanzen verwenden, davor wurde er vor allem auf Erdbeeren verwendet. Gegenwärtig kann man mit diesem Mittel Grauschimmel auf Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Birnen, Paprikasorten, Kohl, Geranien, Gartenrosen, und sogar auf den Rasen bekämpfen.

Sprühungen gegen Grauschimmel können auch mit chemischen Fungiziden durchgeführt werden, wie zum Beispiel: Amistar, Topsin. Bei der Dosierung sollten immer den richtigen Richtlinien auf dem Etikett eingehalten werden, sowie die Gebrauchsanweisung beachtet werden. Dadurch ist man sichergestellt, dass die geeignete Dosis des Spritzmittels in der angemessenen Zeitspanne angewendet worden ist.

Fot. depositphotos.com und eigenes Archiv


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