Rosen überwintern – Winterschutz, schneiden, anhäufeln | Gartentipps
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Rosen überwintern – Winterschutz, schneiden, anhäufeln

Kategorie: Ziergarten – Autor: Sylwia – 5. November 2014

Rosen überwintern für den Winter ist in der Regel eine Notwendigkeit, da diese Pflanzen nicht ausreichend winterbeständig in unserem Klima sind. Mit richtig ausgewählten Maßnahmen können jedoch unsere Rosen sogar einen sehr kalten Winter perfekt überleben. Sehen Sie, wie man am besten Rosen überwintern, wann und wie und womit wir die Rosen anhäufeln für den Winterund ob es ratsam ist Rosen schneiden für den Winter.

Rosen überwintern

Rosen überwintern – Winterschutz, schneiden, anhäufeln mit Agrovliesstoff.

Welche Rosen brauchen Winterschutz?

In unserem Klima müssen wir die meisten angebauten Rosen überwintern. Ausnahmen können sein: Wildrosen, historische Rosen, Parkrosen und Kletterrosen, die nur einmal in der Saison blühen, die mehr winterbeständig sind und den Winter ohne Abdeckung überstehen. Aber auch in dieser Gruppe sind weniger winterbeständige Sorten.

Auf der anderen Seite, unter den weniger widerstandsfähigen Großblüten-Rosen, kann man solche winterharte Rosen finden wie: Rose ‚Alba Meidiland‘, Rose ‚Alchymist‘, ‚Amber Cover‘, ‚Blaze Superior‘, ‚Mister Lincoln‘, ‚Montezuma‘ oder Rosa ‚Rosarium Uetersen‘. Um die richtige Entscheidung über den Schutz der Rosen für den Winter zu treffen, sollte man sich daher direkt an den Hersteller wenden, oder in der Gärtnerei nachfragen, wo wir die Rosen kaufen.

Rosen Winterschutz – die Methoden

 Es gibt verschiedene Methoden zum Rosen Winterschutz. Wir können: Rosen anhäufeln, bestreuen und mit weißem Agrovliesstoff oder mit Zweige von Nadelbäumen abdecken. Wie sie auch richtig Nadelbäume im Winter schützen, erfahren sie in unserem anderen Beitrag.

Rosen anhäufeln für den Winter

Bei weitem die das wichtigste Methode zum Schutz der Rosen für den Winter ist Rosen anhäufeln. Dies ist obligatorisch für großblütige Rosen und Rabatten-Rosen. Am häufigsten führen wir das zwischen Ende Oktober und Anfang November durch. Wir sollten bis auf eine Höhe von ca. 20 cm die Rosen anhäufeln. Es kann Gartenerde oder Kompost benutzt werden. Die Aufgabe von Rosen anhäufeln ist, dass der Ansatz der Rose bedeckt wird, zusammen mit dem Knospenplatz und zum Schutz des Wurzelballen.

Achtung! Es lohnt sich nicht bei Rosen anhäufeln hohen Torf zu verwenden, da dieser übermäßig Wasser aufnimmt (was zur Infektionskrankheit führen kann und verfaulen der Triebe). Torf ist auch ziemlich teuer.

Rosen bestreuen für den Winter

Wenn das Hügelchen aufgehäuft ist, kann man den noch zusätzlich Rosen Winterschutz bieten: mit Fichtenzweigen, Stroh oder weißem Agrovliesstoff. Solche eine Bedeckung der Rosen schützt die Pflanzen vor Wind und Schneefall. Eine Bestreuung (das heißt Mulchen) in Form von Blatt- oder Kompost aus Pinienrinde ist speziell für niedrige Rosenarten zu empfehlen, welches dichtes Triebgewirr es schwierig macht, die Triebansätze richtig bestreuen zu können. Daher sollten niedrige Rosenarten mit mehreren Zentimetern bedecken werden.

Rosen überwintern mit Agrovliesstoff

Um Rosen überwintern kann man weißes Agrovliesstoff benutzen, das schon seit Mitte September weit verbreitet in Gartenzentren oder Fachmärkten zur Verfügung gestellt wird. Die Vorteile des weißen Agrovliesstoffes ist, das es gegen starken Wind und Frost schützt, sowie verringert es den Wasserverlust durch die Rose. Mit Agrovliesstoff kann man die ganze Krone der Rosen und Sträuchern abwickeln. Sehr gut eignet es sich zum Abdecken für den Winter von Stammrosen oder der beliebten „Rosenstöcken“.  So können auch manche Hortensien überwintern.

Kletterrosen überwintern

Wenn wir in unserem Garten Kletterrosen pflanzen, sollten diese vom Träger entfernt werden, und (wenn möglich) flach auf den Boden biegen. Danach bildet man an der Strauchbasis ein kleinen Hügel und deckt den Rest der Pflanzen mit Stroh, weißem Agrovliesstoff oder Zweigen von Nadelbäumen ab. Solche eine Sicherung für den Winter gewährleistet das Überleben der Pflanze durch den Winterfrost. Wenn man solch eine Gelegenheit nicht hat, lohnt es sich zu versuchen das Stützelement mit dem Strauch mit Agrovliesstoff abzuwickeln. Es werden auch Strohmatten oder Jute verwendet. Ein solcher Schutz der Kletterrosen für den Winter ist besonders wichtig im Falle von wiederholt blühenden Sorten, diese Pflanzen, die einmal in der Saison blühen vertragen Frost besser.

Rosen im Topf überwintern

Um Rosen im Topf überwintern im Garten, sollte der Topf in den Erdboden eingegraben werden und mit einem Hügelchen aus Erde oder Mulch bestreut werden, so dass die Basis des Strauches bedeckt ist (das Verfahren ist dann identisch mit einer Rose, die in der Erde wächst). Wenn man dazu keine Möglichkeit hat, würde ich vorschlagen, den Topf mit der Rose in einem größeren Behälter zu legen und in den Hohlraum zwischen den Behälter und des Blumentopfes wärmedämmendes Isoliermaterial zu geben, zum Beispiel Styropor oder Mineralwolle. Um den oberirdischen Pflanzenteil kümmert man sich ebenso wie im Fall der Rosen, die direkt  in den Boden gepflanzt wurden.

Rosen schneiden im Winter

Wenn wir die Rosen richtig pflegen möchten, sollten wir sie für den Winter nicht schneiden, da es für die Pflanzen nicht gut ist. Der eigentliche Termin für Rosen schneiden ist der Frühling. Ausnahmen sind die Rosen, die nur einmal im Jahr blühen. Solchen Arten werden im Sommer geschnitten, da diese ihre Blüte beenden. Rosen schneiden wir nie im Spätherbst, kurz vor dem Winter.

Falls erforderlich, werden die Rosen vor dem Winter sanitär geschnitten. Die Triebe, die krank, abgebrochen oder anderweitig  beschädigt sind, werden geschnitten. Man kann auch leicht Rosen schneiden im Winter, die so groß sind, dass sie eine Hinderung der Bedeckung darstellen. Aber man macht es nur, wenn es keinen anderen Weg gibt, um die zu große Pflanze zu sichern. Manchmal ist es besser, die nicht bedeckten Triebe einfach zu belassen und erst im Frühjahr zu schneiden, wenn man feststellt, dass diese in der Tat durchgefroren sind.

Achtung! Wenn wir Rosen schneiden für den Winter, sollte man denken, dass die Schnittstelle mit einer anti-pilz Fungizid-Salbe gesichert wird, um ein Eindringen einer Infektion in Schnittwunde zu verhindern.


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