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Gründungung im Garten – wann säen, Gründüngungspflanzen

Kategorie: Düngung,Gemüsegarten,Ökogarten – Autor: Sylwia – 30. Juni 2016

Gründüngung im Garten spielt eine wichtige Rolle in der ökologischen Landwirtschaft. Im Amateuranbau  sollte man Gründungung in erster Linie beim Anbau von Gemüse auf dem Grundstück verwenden. Mit der Gründüngung im Garten können wir mit natürlichen Methoden die Struktur und die Fruchtbarkeit des Bodens verbessern. Sehen Sie, wann man Pflanzen für Gründüngung im Garten aussät, welche die besten Gründüngungspflanzen sind, wie und wann man sie schneidet und den Erdboden gräbt.

Gründungung im Garten - wann säen, Gründüngungspflanzen

Die Verwendung von Gründüngung im Garten verbessert sowohl die Fruchtbarkeit des Bodens, sowie seine Struktur.

Gründungung im Garten – Vorteile

Immer mehr Gartenbesitzer kehren zur Nutzung  der etwas vergessenen Anbaumethoden zurück. Diese haben die Aufgabe, die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen, während die große Vielfalt von Mikroorganismen aufrechterhalten bleibt. Eine der besten Methoden, um den angebauten Boden in einer guten Struktur zu halten, ist die Gründüngung im Garten.

Gründüngung im Garten gibt dem Boden einen großen Teil organischer Substanzen, die sich schrittweise in Humus umwandeln. Die Pflanzenreste zersetzen sich innerhalb von zwei Saisons, somit wird der Boden mit benötigten Mikro- und Makronährstoffe, die für die Pflanzenentwicklung benötigt sind, für die nächsten zwei Jahre gestärkt

Ein unbestreitbarer Vorteil der Nutzung von Gründüngung im Garten ist eine gründliche Abdeckung des  Bodenoberfläche mit Pflanzen, die eine übermäßige Austrocknung und einen Feuchtigkeitsverlust durch Verdunstung verhindert. Diese Pflanzschict bietet auch Schutz für viele nützliche Organismen, so dass ein Gleichgewicht zwischen Schädlingen und ihren natürlichen Feinden herrscht.

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Erbsen (Felderbsen) sind ausgezeichnete Pflanzen für Gründüngung im Garten. Sie sind in der Lage atmosphärischen Stickstoff zu binden. Der Stickstoff wird im Pflanzengewebe gespeichert. Nach dem Absterben und der Zerlegung sickert er in den Erdboden durch.



Das dichte Wurzelsystem der Gründüngungspflanzen lockert den Boden auf, der dann besser belüftet und durchlässiger ist. Sandiger Boden ist vor starken Windböen geschützt.

Gründüngung im Garten spielt eine wichtige Rolle in der ökologischen Landwirtschaft. Im Amateuranbau  sollte man Gründüngung in erster Linie beim Anbau von Gemüse auf dem Grundstück verwenden.

Welche Pflanzen für Gründüngung im Garten

Pflanzen für Gründüngung im Garten sollten besonders resistent gegen Schädlingsbefall und krankheitserregenden Organismen. Sie sollten auch einen gut entwickeltem und tiefen Wurzelsystem haben, schnell wachsen und möglich spät in die Blütephase eintretten.

Sehr wertvolle Pflanzen zur Bodendüngung und Humusstärkung sind Arten der Familie der Hülsenfrüchtler, die mit Hilfe von symbiotischen Knöllchenbakterien in der Lage sind, atmosphärischen Stickstoff zubinden. Der Stickstoff wird im Pflanzengewebe gespeichert. Nach dem Absterben und der Zerlegung sickert er in den Erdboden durch. Zu der Gruppe von Naturdünger kann man Erbsen (Felderbsen), Futterwicke und einjährige Lupinen zählen.

Gründungung im Garten - wann säen, Gründüngungspflanzen -

Aufgrund der kurzen Vegetationsperiode und der erheblichen Grünzunahme ist Weißer Senf eine hervorragende Pflanze für die Gründüngung im Garten. Man sät ihn als Stoppelfrucht um den Boden zu pflügen und mit Humus zu stärken.

Pflanzen mit einem starken, weit in den Bodenboden reichendem Wurzelsystem, wie Roggen, Hafer, Wicke und Weißer Senf, helfen aus den immer tieferen Bodenschichten einsickernde Nährstoffe herauszubringen und diese näher an die Erdoberfläche zu befördern. Auf diese Weise zurückgewonnene Makro- und Mikronährstoffe können von den auf dem Grundstück angebauten Pflanzen wiederverwendet werden. Ein weiterer großer Vorteil der großen Wurzelnmassen im Boden ist die Bildung von natürlichen Kanälen nach ihrem Absterben. Durch diese kann dann Luft in tiefere Schichten des Bodenprofils eindringen, wodurch die Eigenschaften von schweren Böden verbessert werden.

Wann Pflanzen für Gründüngung im Garten säen

Pflanzen für Gründüngung im Garten werden in der Regel nach der Haupternte ausgesät, damit sie zum Beginn des herbstlichen kaltem Wetter Zeit haben, eine große Menge an Trieben, Blättern und gut entwickelte Wurzelsysteme zu bilden. In der Praxis werden die Pflanzensamen für Gründüngung im Garten bereits Ende August oder Anfang September in den letzten warmen Wochen vor den kühlen Herbsttage ausgesät, damit sie sich ausreichend entwickeln können. Die Aussaat kann zwischen den Resten von der Haupternte auf den Erdboden oder in umgegrabenden und aufgelockerten Erdboden durchgeführt werden. Nach der Keimung benötigen die Pflanzen praktisch keine Pflege mehr.

Wann Gründüngung im Garten mit dem Boden umgraben

Erreichen die Gründüngungspflanzen ihre maximale Größe kann man sie mit dem Erdboden flach umgraben (hängt von ihrer Größe ab), so dass die Mehrheit der grünen Teile bedeckt ist. Sie können auch gemäht werden und nach ihrer Zerkleinerung mit dem Boden vermischt werden. Arten von Futterwicke gräbt man in der Regel im Herbst um, vor dem Beginn des stärkeren Frost. Wintergetreide kann man jedoch bis zum Frühling des nächsten Jahres lassen und erst dann als Gründüngung im Garten benutzen. Im Falle von Arten mit harten Trieben, die einen längeren Zeitraum zum zersetzen erfordern, sollte man bedenken, dass die Lufttaschen die auf frisch umgegrabenden Erdboden entstehen, deutlich das Wachstum und die Entwicklung von neu gepflanzten Pflanzen behindern. Vor allem reagiert Kohlgemüse schlecht auf ein übermäßiges Austrocknen des Bodens. Dies wird durch nicht zersetzte Pflanzenreste verursacht, die wie eine Drainageschicht wirken. Die Feuchtigkeit wird schnell außer die Reichweite der Pflanzen gebracht.

 

Foto: pixabay.com, Wikimedia Commons


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