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Mineralischer Dünger – Zusammensetzung, Beispiele, Nachteile

Kategorie: Düngung – Autor: Sylwia – 17. Dezember 2014

Mineralischer Dünger ist in der Gärtnerei weit verbreitet, sowohl im Massenanbau wie auch im Amateuranbau. Es befindet sich eine große Auswahl dieser Düngerart zum Verkauf. Es lohnt sich dann zu wissen, welche Arten von Düngemitteln für den Einsatz im Garten zu benutzen ist, wie man diesen dosiert und welche Gefahren der Überdosis von mineralischer Dünger mit sich bringt.

Mineralischer Dünger

Der bequemste Weg ist fertigen gemischten Dünger zu kaufen, die der Bedürfnisse einer bestimmten Pflanzengruppe angepasst ist. Auf dem Bild ist ein körniges Düngemittel für Nadelbäumen zu sehen, den man unter die Pflanze streut. Nach jeder Düngung müssen die Pflanzen reichlich bewässert werden, damit sie sich auflösen und vom Boden absorbiert werden können.

Mineralischer Dünger – Sorten

Zum Verkauf stehen verschiedene Arten von mineralischer Dünger zur Auswahl. Um den richtige für unsere Pflanzen zu wählen, lohnt es sich zu wissen, was diese unterscheidet. Die grundlegende Aufteilung ist die Zusammensetzung der mineralischen Dünger. So können Sie zwischen Einkomponenten mineralischen Dünger für präzise Lieferung von einem bestimmten Nährstoff und komplexen Mehrkomponenten mineralischen Dünger unterscheiden. In der Regel versorgt dieser eine ausgewählte Gruppe von Pflanzen. Dies sind zum Beispiel Dünger für Nadelbäume, Dünger für blühende Pflanzen oder Dünger für Obst- und Gemüsekulturen. Wir können auch damit unsere Zimmerpflanzen düngen.

Der zweite Unternehmensbereich ist die physikalischen Eigenschaften der angebotenen Präparate. Mineralischer Dünger auf Nährflüssigkeit in Wasser, das heißt flüssige mineralische Dünger oder feste mineralische Dünger. In der Regel wird eine Granulierung bevorzugt, das heißt körnigen Dünger, den man verstreuen muss.

Fertige Produkte können auch nach den wesentlichen Inhalt der Mikro- oder Makroelemente unterscheiden. Dann gibt es noch folgenden Gruppen von Düngemitteln: stickstoffhaltig, Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium usw. Sie enthalten in der Regel nur einen einzigen Bestandteil oder besitzen noch möglicherweise einen geringen Zusatz von Mikro- oder Makroelementen.

Mineralischer Dünger – Verwendung

Um Garantie einer richtigen Nährstoffvergabe der Pflanzen zu haben, sollte man vor dem Vergeben des Düngemittels, sich die Tabellen der Anforderungen der Düngemittel für die Pflanzen, die gedüngt werden sollen, anschauen. Es lohnt sich auch den Erdboden zu analysieren, in dem man Proben vom Erdboden zur nächsten Agrachemiestation bringt. Nur eine Erdbodenanalyse kann die Frage beantworten, welche Nährstoffe dem Erdboden fehlen.

Wie verwendet man Phosphor-, Calcium- und Magnesiumdünger

Phosphor- , Calcium- und Magnesium mineralischer Dünger  sollten vor der Aussaat oder Pflanzung der Pflanzen benutzt werden. Diese Nährstoffe werden durch die Wurzeln von der Bodenschicht entnommen. Sie bewegen sich nicht so schnell im Boden, deswegen geht das Zugeben des Düngers nur auf die Bodenoberfläche am Ziel vorbei, denn bis zum Erreichen in den Wurzelball, verläuft zu viel Zeit.

Wie verwendet man Kalium- und Stickstoffdünger

Kalium- und Stickstoffdünger kann sowohl vor der Aussaat als auch zur Stärkung während der Vegetationsperiode verwendet werden. Auf der leichteren Böden verwendet man Kalium und Stickstoff nur als Ergänzungsdüngung, da diese Elemente in tiefere Bodenschichten ausgewaschen werden können, so dass sie nicht zur Verfügung der Pflanzenwurzeln stehe.

Wenn man  verschüttenden mineralischer Dünger verwendet, ist es erforderlich nach ihrer Streuung die oberste Erdbodenschicht zu vermischen. Wenn man zum Düngen Flüssigdünger benutzt, sollte man nach der Düngung die Pflanzen gut bewässern, um das Eindringen der Nährstoffen in die Wurzelzone zu beschleunigen. Es wird oft empfohlen den Flüssigdünger mit Wasser zur Bewässerung zu verdünnen. Man sollte immer den Anweisungen des Herstellers auf der Verpackung folgen und nicht die empfohlene Dosis überschreiten, da Düngemittel in großen Mengen als hochkonzentriertes Mittel Schäden an den Wurzeln verursachen können und den Erdboden versalzen können. 

Mineralischer Dünger – Nachteile

Die Verwendung von mineralischer Dünger, insbesondere bei zu hohen Dosierungen, kann zur Verschmutzung der Umwelt führen, einschließlich Boden und Grundwasser. Darum sollte mineralischer Dünger mit Vorsicht angewendet werden und nie die empfohlene Dosis überschritten werden.

Die Nachteile von mineralischen Dünger sind auch direkt mit den Menschen verbunden. Da viele mineralischer Dünger als gesundheitsgefährdende Produkte behandelt werden, sollte man während ihrer Verwendung den grundlegenden Anweisungen des Herstellers folgen. Unter keinen Umständen sollte das Präparat in die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt oder in die Nähe der Augen gelangen. Man müsste auch den Kontakt mit der nackten Haut vermeiden indem man Arbeitskleidung und Handschuhe trägt. Bei Hautkontakt mit dem Produkt muss man so schnell wie möglich die Produktreste gründlich mit viel Wasser entfernen. Wenn Anzeichen von Hautreizungen oder -veränderungen vorkommen sollte man sich rasch mit einem Arzt in Verbindung setzen.

Man sollte den persönlichen Schutz während des Einsatzes von mineralischer Dünger nicht unterschätzen, da  die Nachteile von mineralischen Dünger ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellen kann, wenn dieser in den menschlichen Körper gelangt.

Mineralischer Dünger – Lagerung

Die Lagerung von mineralischer Dünger sollte derart geschehen, sodass das gelagerte Düngemittel keine Gefahr für die Umwelt und andere bildet, die bei der Lagerung vorkommen können. Aus diesem Grund sollten diese vor Witterungseinflüssen (zum Beispiel vor Feuchtigkeit) geschützt sein und sich außerhalb der Reichweite von Kindern zu befinden.

Richtig gelagerter mineralischer Dünger sollte im geschlossenen Originalverpackungen, an einem trockenen, kühlen und schattigen Ort mit guter Belüftung aufbewahrt werden. Im Lager, in dem der mineralischer Dünger gelagert ist, darf man kein offenes Feuer verwenden, da einige Chemikalien aus undichten Verpackungen entfliehen können und leicht entzündlich sind. Auch das Eindringen von Feuchtigkeit durch undichten Verpackungen wirkt sich negativ auf die Qualität der meisten mineralischer Dünger aus, die stark hygroskopisch sind, das heißt sie Absorption Wasserdampf aus der Luft.


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