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Gemüse vorziehen

Kategorie: Balkongarten,Gemüsegarten – Autor: Sylwia – 29. Januar 2015

Wenn wir Gemüse vorziehen ist es für uns etwas mühsamer, als wenn wir die Samen direkt in den Boden säen. Es gibt jedoch viele Vorteile. Für einige Arten ist es sogar notwendig Gemüse vorziehen, wenn wir gesunde, schmackhafte und richtig reife Gemüse haben möchten. Erfahren Sie, welches Gemüse wir vorziehen können und wie die verschiedenen Stufen der Pflege von Gemüsejungpflanzen aussehen sollten.

Gemüse vorziehen

Wenn wir Gemüse vorziehen können wir auch mit früherer Ernte zählen. Die Früchte sind auch zahlreicher und von besserer Qualität.

Welches Gemüse kann man vorziehen

Wenn wir Gemüse vorziehen können wir auch mit früherer Ernte zählen. Die Früchte sind auch zahlreicher und von besserer Qualität. Ein solches Ergebnis können wir in dem Fall von Salatsorten, Zucchini, Patisson, Kürbisse und Gurkensorten erreichen. Wir können auch solches Gemüse vorziehen, das nach dem Keimen sehr langsam wächst und unnötig viel Platz auf dem Gemüsebeet bräuchte und ihre Pflege, Jäten, Bewässerung und Schädlingsbekämpfung ist im Saatbeet viel einfacher. Zu dieser Gruppe zählen viele Sorten von Kohlgemüse. Sämlinge sind junge Pflanzen, die über Samen Anzucht in Frühbeeten, Gewächshäusern oder Saatbeeten gezogen und erst dann ins Freie gepflanzt werden. Obwohl die Sämlinge, wenn wir Gemüse vorziehen, viel mehr Pflege erfordern, als wenn sie direkt in den Boden gesät würden, hat der Anbau von Gemüse aus Sämlingen eine Menge Vorteile, und in einigen Fällen ist Gemüse Vorziehen sogar notwendig. Wenn wir Gemüse vorziehen, dann züchten wir meist das Gemüse, was eine lange Vegetationszeit hat und höhere Temperaturen benötigen um richtig zu wachsen. Dazu gehören: Tomatensorten, Paprikasorten, Auberginen, Wassermelonen, Melonen Arten, Sellerie. Diese wärmeliebenden Gemüsesorten können erst in den Boden gepflanzt werden, wenn der Frühlingsfrost vorüber ist, das heißt, von Mitte Mai. Wenn wir erst in dieser Zeit die Samen in die Erde gesät hätten, würden die Pflanzen bis Herbst nicht reifen und alle unsere Bemühungen wären vergeblich. Hier können sie erfahren, wie sie einen Gemüsegarten planen können.

Man kann auch solches Gemüse vorziehen, welches lange keimt (Neuseeländer Spinat, Artischocken). In diesem Fall werden die Samen in Töpfen ausgesät schon in der zweiten Februarhälfte, da sie erst nach etwa 10 Wochen ins Freie gepflanzt werden können. So können wir je nach den Anforderungen der einzelnen Arten von Gemüse, mit der Samen Anzucht ab der zweiten Hälfte des Februars beginnen (in einem gut beleuchteten und beheizten Raum können wir in Kisten oder großen Töpfen Samen von frühem Gemüse vorziehen) und fahren im März und April fort (Saat in Sattbeeten und Frühbeeten). Wenn wir die Sämlinge zu Hause ziehen, sollten wir daran denken, das eine richtige Menge an Licht benötigt wird. So ist also die Fensterbank am besten.

Anzuchterde für Gemüse-Vorziehen

Wenn wir Gemüse vorziehen ist der Erfolg zu einem großen Teil von der richtigen Vorbereitung der Anzuchterde abhängig. Die Anzuchterde für Gemüse muss reich an Nährstoffen sein, über ausreichende Wasser- und Luftbedingungen verfügen, einen nahezu neutralen pH-Wert haben und frei von allen Arten von Krankheitserregern und Schädlingen sein.

Wir können solche Anzuchterde selber herstellen aus ziemlich leicht verfügbaren Komponenten wie Gülle, Gartentorf, Sand, Ton und landet Kompost aus pflanzlichen Reststoffen. Ein Beispiel für die empfohlene Erdmischung könnte wie folgt aussehen: 2 Teile Komposterde, 2 Teile Ton, 1 Teil Gartentorf (aus einem Komposter, der nicht später als im letzten Jahr gegründet wurde) und 2 Teile grober Sand.

Wenn wir Gemüse vorziehen, können wir auch die Erde aus dem Saatbeet verwenden, also Gartenerde, die mit Mist kompostiert wurde. Diese Erde bereichern wir auch um geringe Mengen Zutaten, die den Boden lockerer machen sollten und das richtige Verhältnis zwischen Wasser und Luft garantieren können (Sand, Kies, Ton oder Gartentorf).

Im zeitigen Frühjahr, wenn wir meistens mit dem Gemüse Vorziehen beginnen, gibt es keine große Bedrohung durch Krankheitserreger, die die irdische Pflanzenteile befallen. Aber eine Gefahr können Krankheiten bringen, die auf der Oberfläche der Samen übertragen werden, einschließlich der Umfallkrankheit. Diese Krankheit droht der aus Samen gezogenen Gemüse aller Arten. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass die Anzuchterde frei von Krankheitserregern ist. Zu diesem Zweck ist es am besten für ca. 2 Stunden die Erde im Ofen bei 180°C verdampfen lassen. Dies sollte man aber nicht zu Hause tun,  da es einen sehr unangenehmen Geruch mit sich bringt. Ausgezeichnet eignet sich dafür ein nicht mehr verwendeter Grillofen.

Saat und Pflege von Gemüsejungpflanzen

Wenn wir Gemüse vorziehen können wir die Samen in verschiedene Arten von Töpfen oder Kasten. Die Sämlinge sollten von der Entwicklung von pathogenen Pilzen und Schimmel geschützt werden. Es ist auch ratsam, dass die Samen vor der Saat mit einem Fungizid vorbehandelt werden.

Wenn wir Gemüse vorziehen können wir auch praktische Multitöpfe verwenden. In diese Töpfe können Samen gesät oder Sämlinge umgepflanzt werden. Multitöpfe können aus Kunststoff, Papier oder gepressten Kompost bestehen. In einen Topf werden 2-3 Samen gesät, nach der Keimung lassen wir nur die stärkste Pflanze. In einigen Fällen ist es auch möglich, die Pflanzen erst zu trennen, wenn sie an einen festen Platz umgepflanzt werden (z.B. Lauch und Zwiebelsorten).

Erreichen die Sämlinge die richtige Größe, werden die Jungpflanzen aus den Kästen oder Töpfen rausgenommen und in den Boden gepflanzt, indem die Wurzelballen in vorbereitete Löcher platziert werden. Den Boden um sie herum drücken wir an und bewässern die Sämlinge. Wir können auch Gemüse im Kübel anbauen.

Achtung! Wenn wir Gemüse in einem Raum vorziehen, sollte sie vor dem Einpflanzen in den Boden richtig gehärtet werden, damit sie sich an die Temperaturen und Wind zu gewöhnen. Im kalten Frühbeet oder Saatbeet sollten die Sämlinge 10 bis 14 Tage gehärtet werden. Wir lüften die Jungpflanzen immer mehr, erstens während des Tages, dann auch in der Nacht.

Foto: freeimages.com


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