Meerrettich – Wirkung, pflanzen, vermehren

Meerrettich ist ein bekanntes Gewürz für viele Gerichte, vor allem für Fleisch. Man kann die geriebene Meerrettichwurzel und die Blätter verspeisen. Eigenschaften des Meerrettich sind auch in Medizin und Kosmetik eingesetzt. Es lohnt sich Interesse an diesem Gemüse zu zeigen, da der der Anbau von Meerrettich im Garten ziemlich einfach ist. Außerdem Meerrettich pflanzen wir im Frühling – zu einer typischen Zeit in der man mit Gartenarbeiten beginnt. Sehen Sie, wie man leckere und gesunde Wurzeln, sowie Meerrettich Blätter aus dem eigenen Anbau erhält!

Meerrettich - Wirkung, pflanzen, vermehren
Meerrettich hat wertvolle medizinische und geschmackvolle Eigenschaften

Meerrettich – Wirkung

Der Meerrettich gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Es ist eine Pflanze, die in ganz Deutschland vorkommt. Er ist jedoch von den meisten als Unkraut angesehen. In der Natur kann man ihn an nutzlosen Wiesen an ihren langen, grünen Blättern erkennen. Die Blüten sind weiß, eng angesammelt. Er blüht ab Juli. Die Meerrettich Wurzeln werden als Gewürz verwendet und sind in vielen Ländern auf der ganzen Welt benutzt. Woher diese Beliebtheit?

Der Meerrettich hat bakterien- und pilztötende Eigenschaften. Er erhöht die Immunität des Organismus. Zusätzlich besitzt er eine Menge Vitamin C, wie auch Vitamin B1, B2, B6. Der Meerrettich enthält auch Folsäure, viel Eisen, Phosphor, Kalium, Magnesium und Calcium.

Die heilende Meeretich Wirkung kann bei Erkrankungen der Harnwege, Rheuma, Grippe und Erkältungen helfen. Man hat auch eine positive Auswirkung auf die Gesundheit von Menschen, die Diabetes und Skorbut haben, festgestellt. Er hilft Kopfschmerzen, Schwellungen, und laufende Nase zu lindern. Der Appetit und die Arbeit der Gallenblase wird gestärkt.

Meerrettich hat einen scharfen Geschmack. In der Küche kann man Meerrettich zu Salaten, Braten und Soßen hinzugeben.

Die Meerrettich Wirkung wird auch in der Kosmetik, bei der Entfernung von Hautverfärbungen, verwendet.

Meerrettich pflanzen

Wo kann man Meerrettich pflanzen?
Meerrettich ist eine mehrjährige Pflanze, darum muss der Platz richtig ausgewählt werden. Den Anbauplatz für Meerettich wählt man im Halbschatten. In der prallen Sonne bekommen die Wurzeln gelbe Flecken. Der Erdboden sollte fruchtbar, tief gepflügt, humusreich und feucht sein. Der pH-Wert des Bodens zwischen 5,5 und 6,5. Der Meerrettich ist sehr empfindlich gegenüber sauren Erdboden.

Meerrettich – Pflanzdatum
Meerrettichwurzel muss sofort nach dem Kauf gepflanzt werden. Eventuell kann sie bis zu 2 Tage in einem kalten Raum oder im Kühlschrank gelagert werden. Der geeignete Zeitpunkt um Meerrettich zu pflanzen ist im Frühling nachdem der Boden aufgetaut ist. Man kann Meerrettich pflanzen auch im Herbst, ähnlich wie Zwiebeln oder Knoblauch.

Wie sollte man Meerrettich pflanzen?
Nach dem Ausgraben des Loches und Ausfüllen mit fruchtbarem Kompost legt man die  Meerrettichwurzel ein. Bevor wir Meerrettich pflanzen reiben wir mit einem Tuch die Knospen und feinen Wurzeln ab, damit die Pflanze keine unnötigen Triebe und Wurzeln bildet. Dank solch einer Behandlung wachsen starke Hauptwurzeln. Die Wurzel pflanzt man schräg, so dass der obere Teil der Wurzel ca. 3 cm im Boden ist. Nach dem wir Meerrettich pflanzen wird der Anbauplatz reichlich bewässert. Wenn die ersten jungen Blätter der Pflanze zu sehen sind, schattiert man diese leicht an sonnigen Tagen, damit sie sich an die neue Position gewöhnen kann.

Meerrettich pflanzen auf dem Grundstück

Der Meerrettich ist eine mehrjährige Pflanze und erfordert von Zeit zu Zeit Pflege. Er ist eine schnellwachsende und frostbeständige Pflanze. Es ist keine Abdeckung erforderlich. Meerettich verwurzelt sich tief. Prächtige Blätter kann man schon bereits im zweiten Jahr nach der Pflanzung bekommen. Damit sie saftig werden, müssen die grünen Pflanzen gedüngt werden. In der Wachstumsphase sollte der Meerrettich einmal oder zweimal mit Stickstoffdünger gedüngt werden. Dies kann zum Beipiel Ammoniumnitrat sein. In Dürrezeiten ist es notwendig die Pflanze zu bewässern und zu jäten. Wenn der Meerrettich einen ständig feuchten Erdboden hat, sind die Wurzeln und Blätter größer und besser im Geschmack.

Meerrettich – Ernte und Verwendung

Meerrettich Blätter müssen vor dem Verzehr im warmen Wasser gewaschen werden, um die möglicherweise vorkommenden Bakterien und den Schmutz abzuwaschen. Wenn man sich entscheidet die Wurzel zu essen, sollte man daran denken, dass die Wurzeln von jungen Pflanzen gesammelt werden. Die Wurzeln von alten Pflanzen sind oft hart.

Die Meerrettichwurzeln werden im Herbst geerntet, wenn die Blätter anfangen gelb zu werden. Wenn man den Meerrettich erntet, sollte man alle Wurzeln sorgfältig ausgraben. Meerrettich kann aus den kleinsten Wurzelfragmente auswachsen. Der Nachwuchs kann sich zu einem mühsame Ärgernis auf dem Grundstück entfalten. Jedoch es ist auch eine Gelegenheit den Anbau von Meerrettich zu vergrößern. Aus den verbliebenden Wurzelfragmenten kann man nämlich eine Menge Stecklinge bilden.

Achtung! Aus dem Beet sollten sorgfältig alle Meerrettichwurzeln ausgegraben werden, denn sogar aus ihren Pflanzenresten kann sich leicht der Meerrettich vermehren und wird oft zu einem lästigem Unkraut.

Meerrettich vermehren

Meerrettich vermehren kann man sehr einfach. Bei der Meerrettichwurzel-Ernte im Herbst trennt man von der Hauptwurzel etwa 1 cm dicke Nebenwurzeln. Diese schneidet man dann in eine Länge von 30 cm. Aus solch zugeschnittenen Wurzeln kann man bis zu 3 neue Stecklinge erhalten. Um die Ober- und Unterseite des Stecklings unterscheiden zu können, lohnt es sich den oberen Teil glatt zu schneiden und den unteren schräg zu schneiden. Solch vorbereitete Stecklinge gräbt man über den Winter im Keller im feuchtem Sand ein und lagert sie bis Mitte März. Dann wird es möglich sein, diese im Beet anzupflanzen.

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