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Speisekürbis – Sorten, ernten, lagern

Kategorie: Gemüsegarten – Autor: Sylwia – 15. September 2016

Kürbisse sind eine sehr unterschiedliche Gruppe von einjährigen Pflanzen. In der Regel sind sie groß und kriechend. Ihre variieren in Gewicht, Form und Farbe. Mit dem Namen Speisekürbis werden Kürbisarten und –sorten bezeichnet, die für den Verzehr gedacht sind. Sehen Sie welche Speisekürbis Sorten im Garten angebaut werden können. Kennen Sie die beste Zeit kennen um Speisekürbis zu ernten. Erfahren Sie auch, wie wir Speisekürbis lagern, sodass die im Garten gesammelten Kürbisse so lange wie möglich ihre Nährwerte beibehalten.

Speisekürbis - Sorten, ernten, lagern

Speisekürbis

Der Anbau von Speisekürbis ist in vielen Orten auf der ganzen Welt sehr beliebt. Ausgereifte Kürbisse kann man gekocht oder roh essen, man kann auch Speisekürbis lagern. Einige Speisekürbis Sorten haben auch essbares Saatgut. Die häufigsten angebauten Speisekürbis Sorten sind: Gartenkürbis (Cucurbita pepo), Riesen-Kürbis (Cucurbita maxima), Moschus-Kürbis (Cucurbita moschata).

Unter den Speisekürbis Sorten von ist die Ölkürbis erwähnenswert, deren Samen keine Samenschale haben, so dass sie sowohl für den direkten Verspeis als auch für Erzeugnisse besonders geeignet ist. Beim Kochen des Spaghettikürbis zerfällt das Fruchtfleisch in Fasern wie Nudeln, die an Spaghetti erinnern.

Außer Speisekürbisse kann man im Garten und auf dem Grundstück auch Zierkürbisse anbauen. Ihre Früchte sind zwar nicht essbar, haben jedoch sehr attraktive Formen und Farben. Als Ergebnis werden sie als Tischdekoration und oft als Schaufensterdekoration verwendet. Man kann sie als Kletterpflanze anbauen und als Abdeckung von unschönen Stellen auf dem Grundstück benutzen. Sie klettern Stützen entlang, auch auf mehrere Meter Höhe, und bilden eine schöne, dichte  Wand aus Grün.

Speisekürbis – Anbau

Für einen richtigen Wachstum benötigen Speisekürbisse eine Temperatur von 25°C und eine minimale Wachstumstemperatur von 8°C. Daher muss man zum Anbau eine Stelle wählen die warm und besonnt ist oder Speisekürbis unter einer Abdeckung anbauen. Der Boden sollte leicht, fruchtbar und durchlässig mit einem mittlerem bis hohem Stickstoffgehalt (wird im ersten Jahr nach der Mistdüngung angebaut) sein. Pflanzen können aus Samen direkt in den Boden oder aus Stecklingen gezüchtet werden.

Im ersten Fall werden die Samen um den 10. Mai ausgesät. Beim Anbau vom Speisekürbis setzt man 2 Samen im Abstand von 60 cm in einer Reihe und 60 cm zwischen den Reihen. In der Regel werden im Beet zwei Reihen gebildet. Die Pflanzen in den Reihen können wechselständig oder in einem Schachbrettmuster angeordnet werden. Die Riesen-Kürbis braucht mehr Platz, da es einen langen, kriechenden Stängel bildet. Daher wird sie in einer einzigen Reihe entlang des Beetes (durch seine Mitte) angebaut. Man behält einen Abstand von 100 bis 120 cm zwischen den Pflanzen ein.

Möchte man früher Speisekürbis ernten, können die Kürbisse aus Stecklingen angebaut werden. Die Kürbis-Stecklinge werden im Gewächshaus vorbereitet, indem man je 2 Samen in Töpfe, die mit 2/3 ihrer Höhe mit Boden gefüllt ist, ausgesät. Die Aussaat sollte zwischen dem 15 und 20 April durchgeführt werden. Hier erfahren Sie mehr zum Thema der Samen Anzucht. Nach dem Herauswachsen schneidet man in jedem der Töpfe die schwächsten Stecklinge ab und wenn sie sich über den Topfrand wächst, gibt man mehr Erdboden hinzu, bis der Topf voll ist. Die Stecklinge werden ins Beet in der zweiten Hälfte des Monats Mai gegeben. In unserem anderen Beitrag schreiben wir mekr dazu, wie man Gemüse vorziehen kann. Um das Speisekürbis schneller zu ernten und die Pflanzen vor starken blatttrocknenden Winden, wie auch Temperatursenkungen zu schützen, bedeckt man die Pflanzen mit Vlies oder einer perforierten Folie. Die Abdeckung wird entfernt, wenn die Pflanzen ihre ersten Blüten bilden.

Zu den grundlegenden Pflegebehandlungen im Speisekürbisanbau gehören Bodenlockerung, Jäten, Bewässerung und zweimalige Düngung (nach der Erscheinung der ersten Knospen und nachdem wir das erste Mal Speisekürbis ernten). Chemikalienschutz sollte im Prinzip nicht erforderlich sein.

Beim Anbau von Riesen-Kürbissen ist eine zusätzliche Behandlung die Entfernung von unnötigen Fruchtansätzen, so dass auf der Pflanze 3 bis 4 Früchte bleiben. Diese Behandlung führt man durch, wenn die Früchte, die man beibehalten möchte, die Größe eines Tennisballs erreichen. Gleichzeitig werden bei der Entfernung von überschüssigen Früchten die Triebe geschnitten, so dass 3 bis 4 Blätter oberhalb der letzten Frucht bleiben.

Speisekürbis ernten und Speisekürbis lagern

Speisekürbis ernten wir zusammen mit den Stielen 12 bis 20 Wochen nach der Pflanzung. Speisekürbis ernten wir ab Juli bis zum ersten Frost. Kürbis ernten wir schrittweise alle paar Tage, da die häufige Ernte einen reichlicheren Ertrag liefert. Die Ernte wird nur in ihrer vollen Reifephase durchgeführt, im Herbst vor dem erwartenden Frosteinfall.

In ähnlicher Weise in der vollen Reife werden die Früchte des Zier-Kürbis geerntet. Seine Schale ist dann sehr hart und die Stiele beginnen langsam auszutrocknen. Die Ernte muss vor dem ersten Frost passieren, denn auch leicht durchgefrorene Kürbisfrüchte eignen sich nicht zum Lagern.

Um Speisekürbis zu lagern müssen wir es erst vorbereiten. Wir legen die Kürbisse in der Sonne aus, damit ihre Haut hart und eine Barriere wird. Diese Barriere verzögert den Wasserverlust. Bis zu 6 Monate kann man Speisekürbis lagern in einem belüfteten Raum bei einer Temperatur von ungefähr 10 °C. Die Früchte vom Zier-Kürbis können in Raumtemperatur gelagert werden. Dies ist wichtig, wenn man diese zum Beispiel zum Schmücken von Tischen verwenden möchte.

Fot. freeimages.com


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