Topinambur – pflanzen, Wirkung, Rezepte

Topinambur ist eine sehr vielseitige Pflanze. Man kann sie sowohl als Anbaupflanze, wie auch als Zierpflanze ansehen. In unserem Klima wächst die Topinambur sehr gut. Sie bildet nahrhafte unterirdische Knollen, die nicht nur schmackhaft sind, sondern auch gesund. Hier erfahren Sie, wie man in Deutschland Topinambur pflanzen sollte. Sie lernen auch die Topinambur Wirkung, Anwendungen und Topinambur Rezepte für verschiedene Gerichte.

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Topinambur

Topinambur – Beschreibung, Anwendung

Der richtige Name der Topinambur ist Helianthus tuberosus. Es gehört zu der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sein gebürtiger Kontinent ist Nordamerika. Die Topinambur bildet unterirdische Knollen, die essbar sind und viele Ernährungeigenschaften haben. Wir können im Garten Topinambur pflanzen, da sie sehr geringe Anbauanforderungen hat. Oft geht sie wild und wird deshalb an einigen Orten als normales Unkraut betrachtet.

Topinambur kann bis zu einer Höhe von 1 bis 2 Meter wachsen. Sie bildet starke Stiele, die mit weißen Härchen bedeckt sind. Die Blätter sind groß, eiförmig oder lanzettförmig. Die Blattränder sind stark gezackt. Das ganze Blatt ist mit groben Haaren bedeckt. Die Topinambur Blüten sind recht groß, gelb und charakteristisch für die Asteraceae Familie. Sie bestehen aus Röhren- und Zungeblüten. Die Frucht ist eine Achäne.

Topinambur pflanzen

Wie schon bereits erwähnt ist die Topinambur keine sehr anspruchsvolle Pflanze. In der Regel baut man sie für 2 bis 3 Jahre am gleichen Platz an, wenn sie länger angebaut wird, werden die Ernte erheblich kleiner sein.

Bodenanforderungen
Topinambur hat ähnliche Bodenansprüche wie Kartoffeln. Der beste Boden ist fruchtbar, tief, mäßig feucht und luftig. Wächst sie auf lehmigen Erden, erbringt sie eine geringere Ernte. Jedoch kommt sie  besser auf schlechtem Erdboden als Kartoffeln klar.

Thermische Anforderungen
Die optimale Wachstumstemperatur für Topinambur ist im Bereich von 18 bis 26 °C. In unserem Klima ist sie völlig frostbeständig und überwintert sehr gut.

Vermehrung und Pflanzung
Die Vermehrung der Topinambur erfolgt nur vegetativ durch Knollen. Die Knollen werden in Stücke geteilt, die ungefähr ca. 50 g wiegen und einer Länge von 2 bis 3 Augen haben. Jedes Knollenfragment baut man im Frühling nach dem Frostbefall an, in einer Tiefe von etwa 10 cm. Wenn man sie im Herbst anpflanzt, müssen die Knollen dann bis zu einer Tiefe von circa 15 cm gesetzt werden. Wenn wir Topinambur pflanzen, sollte zwischen ihnen ein Abstand von etwa 30 bis 60 cm eingehalten werden.

Düngung
Bevor wir Topinambur pflanzen sollte der Boden gejätet, umgegraben und gut gedüngt sein. Aus diesem Grund benutzt man organischen Dünger und grünen Dünger. Während der Vegetationsphase kann man Mineraldünger verwenden, besonders reich an Kalium.

Topinambur Pflege
Es wird empfohlen, dass Stielbasis mit Erde zu beschütten, was die Statik der Topinambur verbessert. Wenn man wenig Topinambur-Pflanzen hat, kann man diese pfählen oder bis zu einer Höhe von ungefähr 1,5 m kürzen. Um die Ernte zu verbessern lohnt es sich die Blütenknospen zu entfernen. Während der Dürrephase sollte die Topinambur zusätzlich bewässert werden.

Ernte und Lagerung von Topinambur
Die Topinamburknollen erntet man im Herbst – bis zum ersten Frost. Sie können eingegraben gehalten werden und schrittweise aus dem Erdboden ausgegraben werden, je nach Bedarf. Sie werden frisch bis zum Frühling sein. Knollen können auch im Kühlschrank für ungefähr 2 Wochen aufbewahrt werden. Man kann sie auch an einem kühlen Platz unter Sand und Torf lagern, sie halten da ungefähr 5 Monate. Das Schlimmste für die Topinambur ist trockene Luft, dass zur Austrocknung führt.

Topinambur Wirkung

Topinamburknollen haben eine spezielle Wirkung für Diabetiker und Menschen nach Chemotherapie. Die in den Knollen enthaltenden Verbindungen reinigen den Körper und beschleunigen den Stoffwechsel. Topinambur ist daher auch ein gutes Mittel gegen Verstopfung. Sie schützt auch die Leber und unterstützt die Harnwege im Kampf gegen Infektionen.

Topinambur Wirkung wird auch als Futterpflanze für Rinder, Schweine und Schafe eingesetzt. Nützlich sind hier sowohl die Knollen, als auch die grüne Masse. Der Oberirdische Teil der Topinambur kann man den Tieren in Form von Grün- oder Gärfutter geben.

Wie schmeckt Topinambur?
Wenn es um den Geschmack von Topinambur geht, so haben ihre Knollen einen ähnlichen Geschmack wie Paranüsse und Artischocken. Allgemein kann man sagen, dass die Topinambur einen süßen, leicht nussigen Geschmack haben.

Topinambur Rezepte

Trotz ihres Anscheins kann man viele Topinambur Rezepte finden. In anderen Ländern ist sie eine sehr geschätzte Pflanze. Nicht nur ist die nahrhafte Topinambur Wirkung hoch, sie ist auch gesund und schmackhaft. Es lohnt sich zu wissen, dass man Topinambur braten, kochen, backen oder sogar roh essen kann. Angeblich schmeckt sie sehr gut im Tee in der Form einer dünnen Scheibe anstatt Zitrone. Man sollte jedoch bedenken, dass die Topinambur Knollen verdauungsfördernde Eigenschaften haben, darum lohnt es sich in die Speise eine Prise Kümmel oder Natron hinzufügen.

Puffer mit Topinambur
Eine interessantes kulinarisches Topinambur Rezept ist Puffer mit Topinambur.

Zutaten: 2,5 Tassen grobmaschig geriebenes Topinambur, 2 große Esslöffel Mehl, 1/3 Tasse Milch, 1 bis 2 Eier, Salz und Pfeffer, wie auch Pflanzenöl

Alle Zutaten, außer dem Öl, gibt man in eine große Schüssel und mischt es gut, sodass die Konsistenz ähnlich von Kartoffelpuffer ist. Als nächstes wärmt man die Pfanne und dann gießt man Öl darauf. Man legt den Teig rein und bratet die Puffer, so wie die Kartoffelpuffer. Nachdem dem Herausnehmen aus der Pfanne, legt man sie auf ein Papiertuch auf den Teller, so dass das überschüssige Öl abtropfen kann.

Puffer mit Topinambur schmecken am besten, wenn man sie etwas abkühlen lässt. Man kann auch ein wenig Käse darauf reiben.