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Lebende Steine, Lithops – Pflege

Kategorie: Hauspflanzen – Autor: Sylwia – 11. August 2015

Lebende Steine oder anders bezeichnet Lithops sind Pflanzen, die zum Verwechseln ähnlich Steine und Felsbrocken sind. Den außergewöhnlichen dekorativen Charakter bekommen die Lebenden Steine im Herbst, wenn sich die kuppelförmigen Blätter öffnen und die glänzenden, seidigen Blüten in weißer oder gelber Farbe erscheinen. Sehen Sie, wie die Lebende Steine Pflege aussieht, damit die Pflanze unsere Augen erfreut und der Lithops Pflege Ihnen große Zufriendenheit gibt.

Lebende Steine Pflege

Die erste Frage, die sich jeder stellt, der sich für den Anbau von lebendigen Steinen interressiert, ist: Woher kommt das ungewöhnliche Aussehen dieser Pflanzen? In ihrer natürlichen Umgebung, wo es sehr vegetationsarm ist, ermöglicht deren Aussehen in Sand- und Kieswüsten des südlichen Afrikas zu überleben. Sie verstecken sich zwischen Steinen.

Das originelle Aussehen der Stein- und Kiesmaskierung des Lithops ist nicht das einzige Element ihrer perfekten Anpassung an die Umweltbedingungen. Lebende Steine haben sich auch perfekt an die sehr trockene Luft und der in der Wüste herrschte starke Sonneneinstrahlung angepasst. In ihren fleischigen Blättern können diese Pflanzen Wasservorräte ansammeln, so dass sie die Trockenperioden für mehrere Monate überleben. Schutz vor der Sonne und Wasserverdunstung hinterlässt eine dicke Blätterschicht mit tiefen, fleischigen angeordneten Schlitzen.

Die Blätter wachsen in Paaren mit kurzen unterirdischen Trieben. Sie sind vollständig zusammengewachsen und nur an der Spitze erstreckt sich ein Querschlitz, der den Trieb in zwei Teile teilt, in der Regel eher uneben.

Das ungewöhnliche Erscheinungsbild dieser Pflanzen, das Lebenden Steinen erinnert, und die Lithops Pflege ist nicht schwierig. Toleranz gegenüber unregelmäßige Bewässerung machen diese Pflanzen zu einem interessanten Angebot für den vergessliche, Menschen, die auf der Suche nach anspruchslosen Pflanzen sind. Sie eignen sich auch als Geschenk als Topfpflanzen, denn man findet für sie ist in jeder Wohnung Platz. Lebende Steine sind auch schöne Pflanzen als Geschenk.

Lithops Anbau

Wachsende Lithops in der Wohnung erfordern Bedingungen, die ähnlich den im natürlichen Lebensraum sind. Deshalb sind sie pflegeleichte Zimmerpflanzen. Das beste für wachsende lebende Steine ist ein sonniger Platz mit frischer Luft, zum Beispiel auf der südlichen Fensterbank. Als Substrat eignet sich Erdboden für Kakteen und Sukkulenten mit einem Zusatz von 20% gröberen Quarzsand. Es ist gut die Erdoberfläche im Topf mit kleinen Kieselsteinen oder Kies zu bedecken, dass einen hervorragenden dekorativen Effekt herbeiführt. Die Lithops Pflege erfordert in der Regel nicht die Verwendung von Düngemitteln. Gegebenenfalls kann man einmal im Monat eine Dosis speziellen Kakteendünger hinzugegeben.

Genau wie andere Sukkulenten, werden Lebende Steine seltener als andere Zimmerpflanzen bewässert. In der Wachstumsphase (von Frühling bis Herbst) bewässert man sie alle 2 bis 4 Wochen. Den Erdboden sollte man greade noch feucht halten. Zwischen den nächsten Bewässerungen muss die oberste Bodenschicht bis zur Hälfte des Topfes austrocknen.

Lebende Steine Pflege

lebende Steine während der Blüte

Lithops Pflege im Winter

Nach der Blüte, in der Regel von Ende November bis März, muss man der Pflanze solche Bedingungen gewährleisten, damit sie ruhig in die Ruheperiode übergehen kann. Während dieser Zeit sollte man die Bewässerung von Lithops stoppen und an einen Ort mit Temperatur 10 bis 15 °C stellen. Bei der Lithops Pflege ist es wichtig, dass bei etwas höherer Temperatur man die Pflanze gelegentlich leicht mit Wasser besprühen, aber nicht bewässern darf.

Im März können die Lithops Blätter austrocknen. Man sollte sich nicht sorgen – das ist ganz normal bei diesen Pflanzen. Unter den absterbenden älteren Blättern bilden sich neue, die sich bald die runzeligen Vorgängern durchdringen.

Lebende Steine vermehren

Lebende Steine vemehrt man durch Samen. Die beste Zeit um Samen auszusäen ist von März bis Juni. Vor der Aussaat sollte der Topf mit Erdboden und einem Zusatz von Kies bestreut werden. Danach werden die Lithops Samen auf den Erdboden verstreut. Um die Samen vor dem Austrocknen zu schützen bedeckt man diese mit einer dünnen Schicht aus grobem Sand. Das beste Ergebniss gibt das Bestreuen der Samen mit Quarzkies, das Licht durchlässt. Den Erdboden berieselt man. Daraufhin deckt man den Topf mit Folie ab. Solange die Samen keimen nicht, maus man aufpassen, dass der Erdboden nicht ausgetrocknet.

Lithops Samen keimen schon innerhalb von wenigen Tagen. Jungpflanzen sollten in der Entwicklungsschale  so lange wie möglich bleiben. Für eine gute Entwicklung brauchen sie viel Licht und mit der Zeit kann man sie vorsichtig in  die direkte Sonneneinstrahlung stellen. Die Pflanzen blühen zum ersten Mal nach 3 Jahren nach der Aussaat.

Probleme beim Lithops Anbau – Krankheiten und Schädlinge

Die richtige Lithops Pflege sollte im Grunde zu keinen großen Problemen führen. Zu den Krankheiten, die lebenden Steinen gefährden können, gehören vor allem Pilzkrankheit, die die Pflanzen verrotten. Der Grund für ihr Auftreten ist die falsche Lebende Steine Pflege – eine zu häufige Bewässerung oder Haltung der Pflanzen in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Außer Pilzerkrankungen, können auch physiologische Erkrankungen auftreten. Es kommt ein zu üppiger Wachstum vor, der durch starke Düngung oder zu wenig Licht verursacht wird. Pflanzen, die zu reichlich bewässert oder mit hohem Stickstoffgehalt gedüngt sind, können brechen.

Wie man sehen kann ist die Ursache der Krankheiten fast immer eine unzureichende Lebende Steine Pflege. Wenn man sich darum kümmert, dass Lithops unter den richtigen Bedingungen wachsen und man nicht mit der Bewässerung und Düngung bertreibt, werden diese Krankheiten nicht vorkommen.

Lebende Steine können durch Schädlinge, die typische Sukkulenten Topfpflanzen angreifen, wie Fadenwürmer, Spinnmilben, Schildläuse und Trauermücken. Gegen diese Schädlinge kann man im Handel erhältliche allgemein Insektizide benutzen.

Wenn man lebende Steine in Inspektionen oder Gewächshäusern wachsen lässt,  können Mäuse und Schnecken Probleme machen. Während sich Kakteen in Form von Dornen schützen, sind die “nackten” lebenden Steine schutzlos für diese Schädlinge. Gegen Mäuse kann man allgemein erhältliche Mäusefallen benutzen, während Schnecken per Hand entfernt werden müssen. Es ist auch möglich Schnecken mittels toxischen Granulaten zu bekämpfen.

Fot. Abu Shawka (Lithops), Foto vefügbar als Public Domain, Quelle: Wikimedia Commons und freeimages.com


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