Orchideen umtopfen

Orchideen wachsen wie alle Pflanzen, und es ist klar, dass man diese manchmal umpflanzen muss. Allerdings fürchten sich die meisten Personen vor solch einem Verfahren. Unterdessen ist es wirklich einfach, man muss nur daran denken, richtige Orchideenerde, Orchideentöpfe und die richtige Technik des Umpflanzens abhängig von der Art der Orchidee zu wählen. All dies ist nicht schwierig, wenn man das entsprechende Wissen, das unten dargelegt ist, hat. Hier finden sie heraus, wie sie am besten Orchideen umtopfen können.

Orchideen umtopfen
Nach dem entsprechenden Wachstum müsste man die Orchidee umtopfen in einen größeren Blumentopf. Beim Umpflanzen der Pflanze muss für geeignete Orchideenerde und geeigneten Blumentopf für Orchideenanbau gesorgt werden.

Orchideenerde

Bevor wir die Orchideen umtopfen, müssen wir sicherstellen, dass wir einen entsprechenden Nährboden haben. Orchideen wachsen nicht im normalen Erdboden den wir aus dem Blumenladen kennen. Orchideen benötigen leichten Nährboden, der hauptsächlich aus Rinde, kombiniert mit verschiedenen Komponenten, besteht. Man sollte beachten, dass die Gartenrinde frisch ist. Sie sollte nicht zu lange in einem Kunststoffbehälter oder einer Tasche liegen, wo sauerstofffreie Bedingungen geschaffen werden können und die Rinde beginnen kann sich zu zersetzen. Solch eine zersetzte Rinde eignet sich für nichts. Daher sollte man beim Aufbewahren der Rinde sicherstellen, dass diese ausreichende Belüftung hat.

Eine sehr gute Ergänzung der Orchideenerde ist Torfmoos (Sphagnum). Es hat sehr gute Eigenschaften, da es für eine lange Zeit Feuchtigkeit hält und die Zierblumen dabei  nicht verwesen. Es lohnt sich zu beachten, dass oft kranke Orchideen in Nährboden mit Torfmoos umgetopft werden, da das Material die besten Feuchtigkeitsbedingungen wiedergibt. Die kranken Orchideen beginnen dann neue Wurzeln zu bilden und nehmen das Wachstum wieder schnell auf! Man sollte jedoch bedenken, dass Torfmoos unter Naturschutz liegt, darum kann man diesen nur aus Zuchtstätten bekommen.

Eine gute Ergänzung zum Orchideenboden ist auch das beliebte Styropor, natürlich richtig zerkleinert. Zunächst verbessert es die Durchlüftung des Nährbodens und es hat dazu eine extrem lange Lebensdauer. Der einzige Nachteil ist, dass es nicht für Kompost, als künstliches Produkt, geeignet ist.

Das Orchideensubstrat kann auch mit einer Anzahl von anderen Komponenten bereichert werden, zum Beispiel: Vermiculit, einem Schwamm oder Perlit und sogar mit Erdnussschalen. Ein immer häufiger benutzter Bestandteil sind zerkleinerte Kokosnussschalen, die oft sogar als Hauptbestandteil verwendet werden! Es ist jedoch nicht ideal für den Nährboden, da sich die Kokosnussschalen nach ungefähr 6 Monaten beginnen zu zersetzen, was zu Schäden an den Wurzeln führen kann.

Zusammenfassend besteht die beste Orchideenerde aus Rinde guter Qualität mit Torfmoose oder hellen Fasertorf.

Orchideen umtopfen
Beim Anbau im Orchideentopf ist der beste Nährboden für Orchideen ein Gemisch aus Rinde guter Qualität mit Torfmoose oder hellen Fasertorf.

Orchideentopf

Ein weiteres wichtiges Element bei dem Umpflanzen von Orchideen ist der Behälter in dem die Orchidee umgepflanzt wird, das heißt der Orchideentopf. Es ist zu betonen, dass in der wilden Natur die Orchideen auf Bäumen oder Felsen wachsen und ihre Wurzeln meist frei in der Luft hängen. Im Gegensatz dazu, damit die Orchidee auf unserer Fensterbank wachsen kann, muss diese in einem Topf angebaut werden, was für die Pflanze als Schock angesehen werden.

Es gibt viele Arten von Orchideentöpfen:

1. Kunststofftöpfe oder Tontöpfe

Tonbehälter sind keine gute Lösung, da diese eine grobe Oberfläche haben, die oftmals die Wurzeln reizt. Außerdem verdampft das Wasser durch die poröse Wand, was den Nährboden abkühlt. Häufig fallen auch Pflanzen aus den Behältern dieser Art. Demgegenüber sind Kunststofftöpfe viel besser. Sie halten eine etwas höhere Temperatur des Nährbodens und darüber hinaus haben sie eine durchlöcherte Unterseite, dass den Abfluss von Wasser erleichtert.

2. Durchsichtige Töpfe

Diese Töpfe gewinnen mehr und mehr an Popularität in den letzten Jahren. Und kein Wunder, denn diese sind eine wirklich gute Lösung und dazu noch permanent. Eins muss man jedoch im Kopf behalten, dass man die Topf-Wand im Auge behält, damit diese nicht mit Algen bewachsen wird. Sie nimmt Nährstoffe von unseren Orchideen, was für diese als Konkurrenz gilt. Durchsichtige Töpfe eignen sich besonders für Phalaneopsis Orchideen. In unserem anderen Artikel können Sie mehr zum Thema Phalaneopsis Pflege erfahren.

3. Körbe

Viele Orchideen wachsen auch gut in Körben und im Verkauf sind sehr schöne Holzhängekörbe, zum Beispiel: unter der Decke, so dass man  die über dem Korb wachsenden fleischigen Wurzeln der Orchideen sehen kann. Leider ist diese Sorte von Behältern problematisch, weil das Tropfwasser auch noch lange nach Bewässerung auf den Boden tropfen kann.

Orchideen umtopfen – Schritt für Schritt

Wenn wir Orchideen umtopfen machen wir in der Regel die meisten Fehler, darum sollten wir uns zunächst mit der Theorie bekanntmachen um sicher zur Praktik überzugehen. Orchideen blühen nicht, wenn  sie lange nicht umgepflanzt wurden.

Wichtig! Die umgepflanzte Orchidee sollte leicht befeuchteten Boden haben. Wenn die Wurzeln zu ausgetrocknet sind, können diese während des Umpflanzens brechen. Erfahren sie auch, wie  sie Orchiedeen richtig gießen.

Das Umtopfen von Orchideen führt man etwas anders im Fall von Monopodium-Orchideen und Symposium-Orchideen durch.

Monopodium-Orchideen

Schritt 1

Drücken Sie vorsichtig die Seiten des Topfes, so dass sich die Wurzeln leicht von den Wänden des Topfes trennen. Nehmen Sie vorsichtig die Orchidee heraus und entfernen Sie sanft und vorsichtig zwischen den Wurzeln den gesamten Nährboden.

Schritt 2

Entfernen Sie alle alten Wurzeln. Schneiden Sie diese mir einer sauberen Schere ab. Zu alte Wurzeln würden sowieso im neuen Topf vermodern.

Schritt 3

Legen Sie sanft die Wurzeln in den Topf, langsam drehend und beschütten Sie diese mit neuem Nährboden. Sie können auch die Luftwurzeln hineinlegen, wenn die Pflanze damit stabiler sein wird. Die Pflanze sollte in der Mitte des Topfes befinden!

Symposium-Orchideen

Gehen Sie wie bei den Monopodium-Orchideen vor, wobei es zu berücksichtigen ist, dass sich in der Mitte des neuen Topfs ein neuer Trieb befindet! Wurzelstöcke und Knospen sollten nicht mit  Nährboden zugeschüttet werden, da diese vermodern können. Ausnahme sind die Paphiopedilum Orchideen (Cypripedium), wo der Orchideenboden die oberste Schicht der Wurzeln daumendick bedecken sollte.

Wie oft die Orchideen umgepflanzt werden

Alles ist natürlich von der Wachstumsgeschwindigkeit der Pflanze abhängig, aber es wird angenommen, dass wir alle zwei Jahre die Orchideen umtopfen werden sollten. Obwohl man manchmal dieses Verfahren früher durchführen muss aufgrund minderwertiger Qualität des Nährbodens oder auch auftretenden Orchideenkrankheiten. Wie erkennt man bei einem starken Wachstum, dass es Zeit ist die Pflanze umzutopfen? Man muss seine Aufmerksamkeit auf die Wurzeln, die beginnen außerhalb des Topfes zu wachsen,  richten. Dies bedeutet, dass die Zeit des gekommen ist, die Orchidee umzutopfen. Man darf damit nicht zu langen warten, da die Wurzeln, die lange in der Luft wachsen nicht in der Lage sind sich im Nährboden zu entwickeln und einfach vermodern.

Achtung! Man sollte niemals die Orchidee sofort nach dem Kauf umpflanzen, da es ein zu großer Schock für die Pflanze ist.

Der beste Termin um Orchideen umtopfen ist die Zeit von April bis September. Es ist mehr  Sonnenlicht vorhanden und die Pflanzen bekommen somit mehr Energie. Monopodium-Orchideen können zu jeder Zeit von Frühling bis Herbst verpflanzt werden. Im Gegensatz dazu Symposium-Orchideen – wenn aus denen junge Triebe wachsen und zur gleichen Zeit neue Wurzeln wachsen, was die Verwurzelung im neuen Topf erleichtert.

Achtung! Wenn wir unsere Orchideen umtopfen, sollten wir besonderes Augenmerk auf die Wurzelspitzen (hellgrüne Punkte an den Wurzelenden) gerichtet werden. Dies sind die Stellen, wo sich die Zellen teilen, die für das Wachstum der Wurzeln verantwortlich sind. Am besten diese nicht berühren oder auf ein Minimum beschränken.

 

Kann man Orchideen umtopfen wenn diese blüht?

Jedes Umpflanzen stört zunächst stark die Entwicklung der Pflanze, darum verpflanzt man die Pflanze mit den Orchideenblüten, kann dies zum vollständigen oder teilweisenden Verlust der Blüten führen. Gleichzeitig sollte man bedenken, dass es besser ist die Orchidee zu verpflanzen und die Blüten zu verlieren, als die Pflanze weiterhin in einem zu kleinen Topf wachsen zu lassen. Es lohnt sich auch nach dem Umpflanzen, während der Blüte, den Blütentrieb mit den Blüten zu entfernen, da es die Annahme der Pflanze in einem neuen Topf stark vereinfacht.

Werden bei der Verpflanzung die Orchideen beschnitten?

Wenn wir die Orchideen umtopfen sollten wir alle kranken, glitschigen oder in einem schlechten Zustand befindenden Elemente der Pflanze mit einer sauberen Schere abschneiden. Die beschnittene Pflanze sollte vor der Einpflanzung  in den neuen Topf für ein paar Minuten beiseitegelegt werden damit sich die Wunden heilen können.

Achtung! Während wir die Orchidee umtopfen sollten bei Orchideen der Art Dendrobium und Cattleya alte und unschöne Pseudoknollen nicht entfernt werden. Diese Elemente umfassen die Bereitstellung von Wasser und Nährstoffen, die nützlich nach dem Umpflanzen der Pflanze sind.