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Pflanzen im Garten richtig gießen

Kategorie: Gemüsegarten,Obstgarten,Ziergarten – Autor: Sylwia – 20. August 2014

In unserem Klima verteilen sich die Niederschläge über das Jahr recht ungünstig. Nun brauchen die Gartenpflanzen das meiste Wasser im späten Frühjahr und Sommer. Während dieser Zeit sind die Niederschläge in der Regel nicht ausreichend intensiv und es kommen längere Dürreperioden vor. Es ist daher sehr wichtig den Garten richtig gießen. Wenn wir die Pflanzen richtig gießen möchten, sollten wir bestimmte Regeln beachten, damit das Gießen maximale Vorteile bringt. Manche nennen auch die Gartenbewässerung eine “Kunst”. Hier sind die Highlights der “Kunst der Bewässerung”!

Pflanzen im Garten richtig gießen

Bewsserung von Gartenpflanzen

Wann den Garten gießen?

Gartenpflanzen sollten nicht in der Zeit von 10.30 bis 15.30 Uhr bewässert werden, denn dann gibt es den größten Wasserverlust durch Verdunstung aus dem Boden und Transpiration der Pflanzen. An sonnigen Tagen wirken die Wassertropfen auf den Blättern der Pflanzen wie Linsen und fokussieren die Sonnenstrahlen und es können Verbrennungen auf den Blättern vorkommen. Die beste Zeit um den Garten richtig gießen ist am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Sprühen sie aber die Pflanzen nicht am späten Abend. Am späten Nachmittag ist es besser, weil die Pflanzen vor der Nacht noch trocknen können. Pflanzen gießen im späten Abend sollte mann nicht, denn es macht die Pflanzen lange feucht und so können sich leicht Pilzkrankheiten entwickeln.

Wie oft den Garten gießen?

Die allgemeine Regel lautet: besser seltener aber reichlich Wässern als jeden Tag in kleinen Portionen. Wenn sie die Pflanzen oft aber nur wenig gießen, dringt das Wasser nicht in den Boden tief genug und erreicht die Wurzeln der Pflanzen nicht. Damit das Wasser tief genug eindringen kann (mehr als 10 cm tief), muss man ausreichend die Pflanzen gießen.

Hinweis! Anders ist es bei den Pflanzen, die in Töpfen auf einem Balkon oder einer Terrasse wachsen. Pflanzen in Kübeln erfordern häufige Bewässerung, weil aus dem kleinen Behälter das Wasser schnell verdunstet. Je kleiner der Topf und je starker es der Sonne ausgesetzt ist, desto öfter sollte die Bewässerung durchgeführt werden. Pflanzen in kleinen Blumenkästen die an den Balkonbrüstungen hängen können zweimal täglich (morgens und abends) Bewässert werden müssen.

Nicht ohne Bedeutung ist die Bodenart in Ihrem Garten. Pflanzen auf sehr leichten Böden angebaut müssen häufiger bewässert werden als die, die auf schweren Böden (Lehm) wachsen.

Wie lange den Garten richtig gießen?

Das Stehen in der Mitte des Gartens mit einem Schlauch in der Hand ist eine recht langweilige Aktivität, dazu können uns am Abend manchmal Mücken im Garten angreifen. Wenn wir Pflanzen richtig gießen wollen, müssen wir leider geduldig sein, denn eine längere Bewässerung der Pflanzen mit einem weniger intensivem Strahl ist viel besser als kurzfristige Übergießung. Natürlich kann in solchen Situationen ein automatisches Bewässerungssystem nützlich sein.

Garten richtig gießen nach Aussaat von Samen

Besonders nach der Aussaat der Samen sind ausreichende Wassergaben von großer Bedeutung für ihre Keimfähigkeit. Wir sollten daran denken, dass wir nur sehr mäßig die Samen gießen (mit einem Sieb mit feinen Maschen), um eine Verschiebung und Auswaschen der Samen von der Bodenoberfläche zu verhindern.

Pflanzen richrig gießen und das Wasser im Boden länger behalten

Das schnelle Austrocknen des Bodens ist es vor allem auf leichten, sandigen Böden ein Problem. Die Wasserkapazität vom sandigen Boden kann durch die Anreicherung mit organischen Stoffen wie z.B. Kompost oder Mist verbessert werden. Auch Mulchen ist ratsam. Die Einstreuschicht auf der Bodenoberfläche verlangsamt die Verdunstung von Wasser aus dem Boden. Mulchen sollte am besten im Frühjahr erfolgen, wenn der Boden noch feucht genug ist. Wenn wir aber etwas Spät dran sind und wir den Boden erst im Sommer mulchen, tun wir dies sofort nachdem wir reichlich den Garten gießen.

Hervorragende Ergebnisse bringt auch Hydrogel. Das Hydrogel ist ein Bodenwasserabsorptionsmittel, also einfach ein Wasserspeichermaterial.

Während z.B. Gartentorf bis zu 5-fache seines Eigengewichts Wasser aufnimmt und diese Eigenschaften nach ca. drei Jahren, kann Hydrogel 250 bis 400 mal mehr Wasser als ihr Volumen absorbieren und behält seine Eigenschaften bis zu 5 Jahren. Die Verwendung von Hydrogel ermöglicht es uns den Wasserverbrauch für die Gartenbewässerung um mehr als 70% zu reduzieren! Darüber hinaus wird die Verfügbarkeit von Wasser in der Nähe der Wurzeln der Pflanzen während der Dürre und unregelmäßigen Gartenbewässerung gewährleistet.

Pflanzen richtig gießen – welche müssen am häufigsten bewässert werden?

Natürlich haben verschiedene Pflanzen unterschiedlichen Wasserbedarf. Zu reichliche Wassergaben ist nicht günstig (Wurzelfäule, Pilzerkrankungen) und für einige Pflanzen sogar schädlicher als Trockenheit. Wenn wir Pflanzen richtig gießen wollen, lautet die allgemeine Regel: je stärker ist das Wurzelsystem der Pflanze entwickelt ist desto weniger empfindlich ist sie auf Wassermangel. Dürre ist daher die gefährlichste für Flachwurzler.

In Zeiten der Dürre, sollten wir besonderes achten auf reichliche und regelmäßige Bewässerung von einjährigen Pflanzen (beide Gemüse und Beetpflanzen). Daher wenn wir einen Gemüsegarten planen, sollten wir auch Wege anlegen, damit wir die Pflanzen bequem und erfolgreich gießen können. Weiter ist die Bewässerung für die Stauden mit flachen Wurzeln wie Rhododendren und Azaleen, Hortensien, Pfingstrosen, Funkien und Farne wichtig. Im Obstgarten haben Beerens-Sträucher (Himbeere, Erdbeere, Heidelbeere, Preiselbeere) besondere Bedürfnisse.


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