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Wühlmäuse bekämpfen

Kategorie: Gemüsegarten,Krankheiten und Schädlinge,Obstgarten,Ziergarten – Autor: Sylwia – 7. August 2014

Wühlmäuse sind kleine Nagetiere, die eine Menge Schaden in unseren Gärten verursachen können. Sie fressen die Samen und Früchte, beschädigen die Pflanzenwurzeln und Blumenzwiebeln, und nagen die Rinde der Bäume im Obstgarten. Daher sollten wir lernen wie die Schaden, die diese Nagetiere verursachen erkennen und lernen, wie man Wühlmäuse bekämpfen kann.

Wühlmäuse bekämpfen

Wie kann man Wühlmäuse vertreiben?

Wühlmäuse im Garten erkennen

Die Waldwühlmaus  auch Rötelmaus  genannt (Myodes glareolus) ist einer der größten Vertreter der Familie der Wühler und dies ist das am häufigsten vorkommende Tier in unseren Gärten. Es ist ein sehr kleines Säugetier, das bis zu 15 cm in der Länge (Körperlänge beträgt ca. 10 cm und Schwanzlänge ca. 5 cm) erreicht. Es tritt im ganzen Land auf. Diese Wühlmaus führt ein Abend-Nachtleben. Wühlmäuse bauen ein System von Gängen, die nur unter der Erde laufen. Sie sind in der Regel zahlreich, hochverzweigt und bilden ein komplexes Netzwerk mit  mehreren Ausgängen. Wühlmäuse graben ihre Tunnel nicht gerne in schwerer Erde und bevorzugen einen lockeren Boden oder graben die Gänge in der Laubstreu. Sie können auch auf die Stämme und Zweige von Bäumen und Sträuchern klettern.

Wühlmäuse halten keinen Winterschlaf, sie sind das ganze Jahr aktiv. Im Herbst bauen sie sich ein spezielles  Winter-Nest. Im Frühjahr und Sommer ernähren sich Wühlmäuse von Samen, Larven, Insekten, Knospen von Bäumen, Baumrinde, Blättern, Flechten usw. Im Winter  dazu besteht die Winternahrung aus nicht verholzten Pflanzenteilen, Früchten, Samen, Wurzelstöcke und manchmal aus Wirbellosen. Die meisten Schäden, die durch Wühlmäuse verursacht sind, sind gefressene Samen, Knollen, Wurzelstöcke und Blumenzwiebeln. Die Rinde von Bäumen und Sträuchern werden vor allem im Winter beschädigt, wenn andere Lebensmittel den Wühlmäusen fehlen. Wenn wir diese Art von Schäden im Garten bemerken, ist es eine Überlegung wert, wie man die Wühlmäuse bekämpfen kann.

Wühlmäuse vertreiben

Wenn wir aus unserem Garten Wühlmäuse vertreiben möchten, sollten wir einige der in der gleichen Zeit angewandten Methoden berücksichtigen. Zunächst einmal sollten wir regelmäßig kontrollieren, ob es neue Tunnel gibt. Diese sollte man mit Wasser begießen oder zustopfen. Es hilft auch die ganze Erde in dem Garten umzugraben. Es sollte keine dicke Schicht von Mulch in Blumenbeeten und Gemüsebeeten verwendet werden, da es einfach eine Einladung für Wühlmäuse ist. Damit die Wühlmäuse nicht die Stämme der Bäume und Sträucher im Obstgarten beschädigen, sollte sie auch nicht gemulcht werden. Außerdem ist es ratsam die Baumstämme mit Stroh bedecken oder verwenden sie eine Scheine aus Kunststoff. Wenn wir Wühlmäuse bekämpfen ist es auch wichtig regelmäßig Unkraut zu entfernen.

Eine sehr effektive Methode Wühlmäuse zu vertreiben ist der Anbau von Gartenpflanzen, die Wühlmäuse nicht gerne haben. Knoblauch, Kaiserkrone, Wolfsmilch, Steinklee, Rizinus, Senf, Minze, schwarze Johannisbeere: diese Pflanzen schrecken Wühlmäuse ab. Wenn wir neue Tunnel entdecken, sollte in den Ausgang einen trocknes Lebensbaum-Zweig, Walnussblätter oder Knoblauchzehen gesetzt werden. Wirksam sind auch ca. 15 cm lange getrocknete Stiele von Flieder, die während der Blüte geschnitten wurden. Hier dinden Sie die 7 besten Pflanzen gegen Wühlmäuse.

Natürliche Feinde der Wühlmäuse sind verschiedene Greifvögel. Deshalb um Wühlmäuse zu bekämpfen ist es ratsam diese Vögel in unseren Garten einzuladen. Wir können  zum Beispiel mehrere lange Stangen in den Boden stießen, so haben die Vögel einen Aussichtspunkt. Wühlmäuse bekämpfen können auch Katzen und Hunde. Also nehmen sie die Lieblings-Haustiere mit in den Garten.

Eine weitere Möglichkeit Wühlmäuse bekämpfen ist ein Wühlmausschreck. Dieser basiert auf Ultraschallwellen, die Nagetiere nur schlecht vertragen. Eine hausgemachte Methode gegen Wühlmäuse ist eine schräg geschnittene Plastikflasche, die man in den Boden eingräbt.  Wenn der Wind in so eine Falle fällt, schreckt das Geräusch die Wühlmäuse ab. Im Handel gibt es spezielle Abschreckungsmittel gegen Nagetiere. Sehr praktisch sind Solar-Geräte, die kein Strom brauchen. Sie emittieren für Menschen nicht hörbare Signaltöne und Schwingungen, die Maulwürfe und Wühlmäuse, sowie andere Nagetiere abschrecken.

Als letzter Ausweg, um der Wühlmäuse aus dem Garten vertreiben sind Chemikalien gegen Nagetiere. Man sollte jedoch beachten, dass die in ihnen enthaltene Gift sehr toxisch ist und auch anderen Tieren im Garten schaden kann. Im Gartenshops gibt es auch Fallen für Wühlmäuse und Rauchkerzen, die in den Gängen platziert werden.

Fot. freeimages.com


1 Kommentar »

  1. Bisher alle versuchten Mittel hatten keinen Erfolg.Selbst die Knoblauchzehen u.Kaiserkronen wurden gefressen,Ultraschallgeräte und selbst ein Schußgerät halfen nicht.Früher gab es Gaspatronen ,heute leider nicht mehr.

    Comment von dr.s.weiß — 5. März 2015 @ 22:24

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