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Pinienrinde – eigenschaften, Rindenmulch richtig anwenden

Kategorie: Düngung,Gemüsegarten,Obstgarten,Ökogarten,Ziergarten – Autor: Sylwia – 16. November 2013

Pinienrinde ist ein Mulchmaterial, das üblicherweise in Gärten verwendet wird. Sie ist genauso ästhetisch wie funktionell. Man kann sie in zwei Arten unterscheiden – rohe, gemahlene Rinde und Rindenhumus. In diesem Artikel finden Sie alles, was man über Kiefernrinde wissen sollte, damit die Anwendung für den Garten und die Pflanzen vorteilhaft ist.

Pinienrinde

Pinienrinde

Eigenschaften von Pinienrinde

Pinienrinde wird als Abfall der Holzverarbeitung gebildet. Sie verfügt über hervorragende Nähr- und Isolierungseigenschaften. Darüber hinaus hat die Kiefernrinde die längste Zersetzungszeit von allen Gartenrinden. Meistens wird Pinienrinde auf schwarzem Gartenvlies verteilt, so dass sich die Rinde langsamer zersetzt. Wir können sie auch direkt auf dem Boden verstreuen, aber dann müsste sie öfter ergänzt werden.

Arten von Pinienrinde

Hauptsächlich gibt es zwei Arten von Pinienrinde – rohe Rinde und Rindenkompost.

Rindenkompost ist Pinienrinde, die etwa 1-2 Jahre kompostiert war. Von allen Rinde-Arten befreit sie die meisten Mineralien in den Boden. Die Erde verliert bei der Anwendung von Rindenkompost keine Stickstoffverbindungen, im Gegenteil, es werden noch mehr hinzugefügt. Diese Pinienrinde versauert den Boden sehr gut und eignet sich perfekt für säureliebende Pflanzen wie Rhododendren und Azaleen, Heidelbeeren, Nadelsträucher und -bäume. Dank dieser Rinde kann die Bodenversauerung bis zu pH 4,5 kommen. Rindenkompost muss öfter ergänzt werden, weil es schon teilweise verrottet ist und sich schnell weiter zerlegt. Diese Art von Rinde ist dunkelbraun, fast schwarz.

Rohe, gemahlene Rinde ist arm an Nährstoffen und laugt die Erde von Stickstoff aus. Sie ist schwer und hemmt das Wachstum von Unkraut sehr gut, da sie kein Licht überträgt und die jungen Unkräuter sich nicht durch die Oberfläche durchbrechen können. Sie ist auch ökonomisch, denn sie zersetzt sich langsam – erst nach ein paar Jahren sollte sie ergänzt werden. Diese Rinde hat eine hellbraune oder braune Farbe.

Es ist gut zu wissen, dass die im Handel erhältliche Pinienrinde einen unterschiedlichen Mahlgrad haben kann. Die Auswahl der geeigneten Rinde ist sehr wichtig.

Farbige Rinde – Dekorinde

Farbige Rinde

Farbige Rinde

Neu auf dem Markt ist farbige Dekorinde. Da Rinde im Garten sehr gerne verwendet wird, so bieten sie die Hersteller in einer Vielzahl von Farben an, so dass die einfache Kiefernrinde zu einer farbenfrohen Alternative wird. Diese Gartenrinde ist roh, unkompostiert und gefärbt. Wir können von verschiedenen Farben wählen: blau, grün, orange, rot, weiß, etc.

Rindenmulch richtig anwenden

Anwendung von Rindenmulch

Anwendung von Rindenmulch

Die Pinienrinde im Garten sollte in einer ca. 5-10 cm dicken Schicht verteilt werden. Je dicker die Schicht, desto besser wird die Erdoberfläche isoliert. Sie sollte aber nicht dicker als 15 cm sein, ansonsten können die Pflanzen beginnen zu faulen. Wenn wir die Rinde im Garten unter Sträuchern verteilen, sollten wir einen Abstand von 10-15 cm von dem Stamm halten, damit die jungen Triebe sich einfacher durchbrechen können. Der beste Zeit für das Einsetzen von Rindenmulch ist Frühling, bevor die Unkräuter zu wachsen beginnen. Man kann es natürlich das ganze Jahr tun, erstmals muss aber der Boden von Unkraut befreit werden.


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