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Katzenminze – pflanzen, Sorten, vermehren

Kategorie: Ziergarten – Autor: Sylwia – 5. Februar 2017

Die Katzenminze ist eine pflegeleichte Pflanze, die Mücken und Zecken abschreckt, jedoch Bienen anlockt. Erfahren Sie, wie man die Katzenminze pflanzen sollte – sowohl im Garten, als auch im Topf. Lernen sie interessante Anwendungsmöglichkeiten der Katzenminze im Garten kennen und die besten Katzenminze Sorten für Blumenbeete. Und wenn Sie selber die Katzenminze vermehren möchten, finden Sie hier ein paar Tipps dazu!

Katzenminze - pflanzen, Sorten, vermehren

Katzenminze – (Nepeta faassenii)

Die Katzenminze (Nepeta faassenii) ist eine unauffällig eStaude,  die zu der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) gehört. Sie bildet dichte Klumpen von stark verzweigten Trieben, die eine Höhe von 30 bis 45 cm erreichen. Stängel und Blätter der Katzenminze sind mit einer Kutnerschicht bedeckt, die ihnen einen silbergrauen Farbton verleiht. Die Katzenminze blüht von Mai bis September, daher gehört sie zu den großartigen langblühenden Stauden – von Frühling bis Herbst. Die Blüten, die in Ähren an Triebspitzen angesammelt sind, können violett, blau, rosa oder weiß sein. Ihr sanfter Duft zieht Schmetterlinge und Bienen an und schreckt Mücken und Fliegen ab. Die Katzenminze ist auch als zeckenabschreckende Pflanze geschätzt (und solche Pflanzen gibt es nicht viele). Daher lohnt es sich die Katzenminze dort im Garten zu pflanzen, wo man sich entspannt.

Die Anwendungsmöglichkeiten der Katzenminze im Garten ist vielseitig. Diese Pflanze eignet sich ideal sowohl auf Rabatten, wie auch als Kübelpflanze. Sie funktioniert großartig als nektarspendende Pflanze und als Zierpflanze.

Gut zu wissen! Die Katzenminze ist eine Pflanze, die von Katzen geliebt ist. In der Regel, wenn eine Katze Katzenminze wittert, beginnt sie sich in dieser zu wälzen, schnappt sie mit ihren Tatzen, beißt sie an, leckt sie, schnurrt und miaut laut. Dieses ungewöhnliche Verhalten der Tiere dauert ein paar Minuten. Der Grund dafür ist wahrscheinlich das in der Katzenminze enthaltende Nepetalacton, das als Katzen-Pheromon angesehen wird.

Man muss jedoch hinzufügen, dass die Nepetalacton Konzentration am größten in einer anderen Katzenminze Sorte ist und zwar in der Echten Katzenminze (Nepeta cataria). Bei der Katzenminze Nepeta faassenii ist es viel weniger und die Wirkung auf die Katzen ist verschwindend gering. Daher muss man sich nicht fürchten, wenn wir die Katzenminze pflanzen, dass alle Katzen aus der Nachbarschaft angezogen werden. In der Regel schenken Katzen der Katzenminze Nepeta faassenii nicht viel Aufmerksamkeit.

Katzenminze pflanzen im Garten

Die Katzenminze ist pflegeleicht und benötigt nicht viele Pflegebehandlungen. Sie wächst gut in jedem Boden, vor allem an sonnigen und trockenen Plätzen. Katzenminze verträgt ebenfalls Halbschatten, jedoch die Exemplare, die auf sonnigen Plätzen wachsen, blühen früher und reichlicher, sie wachsen auch dichter. Die Katzenminze kommt gut mit kurzfristigen Trockenheit aus. Sie hat einen geringen Nährstoffbedarf, es reicht aus sie einmal im Jahr mit Kompost zu düngen.

Um die Blüte der Katzenminze zu verlängern, entfernt man die verblühten Blütenstände und schneidet die Triebe ungefähr 10 Zentimeter über dem Boden ab. Eine solche Behandlung unterbricht kurzfristig die Blüte, jedoch blüht die Pflanze wieder reichlicher auf. Wenn man keine Pause machen möchte, kann man die verblühten Triebe direkt entfernen. Dies ist jedoch umständlicher und die Ergebnisse sind schwächer.

Vor dem Winter werden die Katzenminze-Triebe dicht über dem Boden geschnitten. Die meisten Katzenminzen Sorten sind frostbeständig, jedoch lohnt es sich die Pflanze vor Frost mit Stroh, trockenen Blättern oder Vlies zu schützen. Man kann auch die Triebe für den Winter verlassen, somit benötigt der Wurzelstock keinen zusätzlichen Schutz. In diesem Fall werden die Triebe im zeitigen Frühling geschnitten, bevor die Wachstumsphase anfängt.

Katzenminze Sorten

Katzenminze Sorten unterscheiden sich in der Blütenstandhöhe, der Blütenfarbe und der Blattfärbung. Unter den im Handel erhältlichen Katzenminzen Sorten sind diese die spektakulärsten:

Katzenminze ‘Six Hills Giant’ – diese Sorte hat ein extrem üppiges Wachstum. Die Triebe erreichen eine Höhe von bis zu 60 cm. Ihre Blätter haben ausgeprägte gelbe Ränder. Sie bewahren sich den ganzen Sommer über. Im Herbst verschwindet die gelbe Verfärbung.

Katzenminze ‘Snowflake ‘ – eine Katzenminzen Sorte mit großen schneeweißen Blüten. Die Triebe erreichen eine Höhe von bis zu 35 cm. Beim leichten Anfassen geben sie einen charakteristischen Geruch frei. Sie blüht von Mai bis Oktober.

Katzenminze ‘Limelight’ – eine Sorte mit kleinen (15 bis 25 cm) Blütenstandtrieben. Ein charakteristisches Merkmal dieser Katzenminze sind ihre grell gelb-grünen Blätter, die schön mit ihren blauen Blüten kontrastieren. Es handelt sich um eine Katzenminze Sorte mit sich ausbreitenden Trieben. Sie präsentieren sich ideal in Böschungen oder in den Balkonkästen.

Katzenminze ‘Purrsian Blue’ – eine Katzenminzen Sorte mit sehr dichtem Habitus – sie eignet sich daher perfekt für Behälter. Ihre Blütenstandstiele wachsen bis zu einer Höhe von 30 cm. Die Blätter dieser Katzenminze sind gewellt und haben violette Blüten. Diese Sorte kann sowohl in voller Sonne als auch im Halbschatten angebaut werden.

Katzenminze - pflanzen, Sorten, vermehren

Katzenminze ist eine nektarspendende Pflanze und zieht Bienen an. Sie wird jedoch von Schädlingen wie Mücken, Fliegen und Zecken vermieden!

Katzenminze vermehren

Da die Blume keine Samen ansetzt, können wir die Katzenminze vermehren nur durch Teilung von Wurzelstöcken oder durch Stecklinge durchgeführt werden.

Die Teilung von Wurzelstöcken ist der schnellste Weg um die Katzenminze zu vermehren. Die Wutzelstockteilung wird von April bis Juni durchgeführt. Erwachsene Exemplare (ungefähr 3 Jahre alt) kann man leicht von Hand in kleinere Klumpen trennen, die dann direkt auf den festen Standort gepflanzt werden können. Die neu angebaute Pflanzen werden reichlich bewässert.

Katzenminzen-Stecklinge nimmt man im Frühling (März – April) oder Spätsommer (August – September). Stecklinge werden von Trieben genommen, die noch keine Blütenknospen gebildet haben. Man baut die Stecklinge in Kästen an, in universellen Blumenerde. Daraufhin bedeckt man die Kästen mit einer Folie und stellt sie an einen sonnigen Platz. Wenn sich die Stecklinge verwurzeln, pflanzt man sie in separate Behälter um. Im folgenden Frühling des nächsten Jahres werden die Pflanzen bereit sein um im Garten angebaut zu werden.


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